Parlament soll sich mit Problemen befassen

Feuerwehr-Querelen: Zwist um Sondersitzung

Niestetal. Die Querelen in der Freiwilligen Feuerwehr Niestetal werden zunehmend zum Politikum. Die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung hat jetzt bei Parlamentschef Volker Hammermüller (SPD) eine Sondersitzung zu dem Thema beantragt.

Aktualisiert um 16.56 Uhr.

Diese soll vor der nächsten regulären Sitzung der Gemeindevertretung stattfinden, die für den 28. Februar terminiert ist. Doch Hammermüller winkt ab. Zwar hätten - wie von der Hessischen Gemeindeordnung vorgeschrieben - mindestens 25 Prozent der Abgeordneten die Sitzung beantragt - die CDU stellt neun Abgeordnete im 31-köpfigen Niestetaler Parlament.

Doch dem Papier fehle es an der notwendigen Bestimmtheit, sagte Hammermüller gegenüber der HNA. Es sei „sehr allgemein gehalten“ und enthalte „keine konkreten Fakten“. Der Mangel lasse sich aber heilen.

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Die Niestetaler Feuerwehr, die nach dem Rücktritt der Führungsspitze vorübergehend von Walter Becker und seinem Stellvertreter Heinz Kraft geleitet wird, erhält bei ihren Einsätzen gegenwärtig Unterstützung von den Wehren aus Kaufungen, Kassel und Nieste. Die CDU - das geht aus der Begründung des Antrags für die Sondersitzung hervor - will sich mit dem Verlust der 30 Wehrleute nicht abfinden. Es müsse geklärt werden, welche Möglichkeiten es gibt, „die 30 ausgeschiedenen und top ausgebildeten Feuerwehrleute zurückzubekommen“.

Unterdessen teilt die Feuerwehr mit, dass in der vergangenen Woche 47 Männer und Frauen ihre Bereitschaft erklärt hätten, in der Einsatzabteilung mitzuarbeiten. In einer Erklärung wirft die Feuerwehr den zurückgetretenen Mitgliedern vor, die Brandschützer durch einen „organisierten und öffentlichkeitswirksam inszenierten Austritt“ in eine „heftige Krise“ gestürzt zu haben.

Um die Aktiven für den Ernstfall auf den gleichen Ausbildungsstand zu bringen, werden nun Sonderübungen stattfinden. Bürgermeister Siebert sieht sich derweil mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde konfrontiert, die beim Landkreis Kassel eingegangen ist. In dem anonymen Schreiben wirft eine „Initiative Wehr-los“ dem Rathauschef vor, den Ernst der Lage im Brandschutz nicht zu erkennen. (ket)

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