Posten des Stadtbrandinspektors wird neu besetzt – Zwei Kandidaten treten an

Feuerwehr Vellmar: Eidenmüller gibt Führung ab

Moderne Ausrüstung: Der Einsatzleitwagen, der Anfang 2008 in Dienst gestellt wurde, war nur eines von fünf Fahrzeugen, die unter Wolfhard Eidenmüller (vorn rechts) angeschafft wurden. Archivfoto: Sommerlade/nh

Vellmar. Ein Führungswechsel bei der Feuerwehr Vellmar steht an: Nach 15 Jahren als Stadtbrandinspektor wird Wolfhard Eidenmüller in der Jahreshauptversammlung am Freitag, 8. Februar, nicht mehr antreten.

Die Nachfolge wird sich an diesem Abend voraussichtlich zwischen zwei Kandidaten entscheiden: Zur Wahl stellen sich der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Riese und Zugführer Andreas Pioch. Seinen Posten als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Kassel-Land will Eidenmüller vorerst behalten.

Drei Amtsperioden à fünf Jahre seien genug, begründete der 53-Jährige seinen Entschluss, den zeitaufwendigen Job abzugeben. Und der sei wohlüberlegt gewesen: „Schon meiner Frau habe ich versprochen, dass ich nach 15 Jahren aufhöre.“

Zur Feuerwehr ist Eidenmüller über seine Passion als Funker gekommen. Seit 1978 engagierte er sich bei der Fernmeldeeinheit Katastrophenschutz in Kassel. Als er bei der Stadtverwaltung Vellmar zu arbeiten anfing und deswegen auch nach Vellmar zog, lotste ihn der damalige Feuerwehrchef Wolfgang Eisner 1985 zur Vellmarer Wehr. Dort fungierte Eidenmüller zuerst als Zugführer, danach als stellvertretender Stadtbrandinspektor, bevor er 1998 an die Spitze der Wehr rückte.

Erste Wärmebildkamera

„Ich wollte Führungsaufgaben übernehmen“, erinnert sich Eidenmüller an diese Zeit. Diesem Anspruch ließ er Taten folgen: 1999 beschaffte er mittels einer Sponsoringaktion der Gewerbetreibenden seiner Wehr für damals 23 000 Mark (rund 11 500 Euro) die erste Wärmebildkamera im Landkreis Kassel. Unter seiner Ägide wurden das Feuerwehrzentrum modernisiert und unter anderem ein Fitness- und ein Schulungsraum eingerichtet. Auch fünf veraltete Fahrzeuge wurden durch moderne ersetzt und die Ausrüstung der aktuell 80 Köpfe zählenden Einsatzkräfte regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Erst kürzlich gab es für die Brandschützer 80 neue Helme. Dies alles, so betont der scheidende Feuerwehrchef, in bester Zusammenarbeit mit der Stadt Vellmar.

Die regelmäßige Erneuerung der Einsatzgeräte sei umso wichtiger, als sie den technischen Gegebenheiten angepasst werden müsse, erläutert er. Beispiel Verkehrsunfälle: Durch neuere, stabilere Fahrgastszellen werde es immer schwerer, eingeklemmte Personen mit herkömmlichem Gerät zu befreien. Daher investierte man 15 000 Euro in ein neues Schneid-Spreiz-Gerät.

Auch nach seinem Rückzug wird Wolfhard Eidenmüller der Vellmarer Wehr verbunden bleiben: Er wird weiter für die Tagesbereitschaft zur Verfügung stehen und auch kraft Amtes mit der Wehr zu tun haben: In seinem Fachbereich 1 bei der Stadtverwaltung gehört zum Bereich Ordnungswesen auch der Brand- und Katastrophenschutz.

Von Stefan Wewetzer

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