Kirmesburschen und Ali Schindehütte haben gemeinsam Fahne kreiert: Kunst bei Kirmes kommt gut an

Mit dem Filzbär auf der Schulter

Kirmesbursche mit Bär auf der Schulter: Das Kirmesteam mit Kirmesvater Lars Ring (unten rechts mit Hut) an der Spitze präsentierte mit dem Künstler Ali Schindehütte (Zweiter von rechts) die neue Kirmesfahne am Sonntag beim Frühstück im Festzelt. Fotos: Dilling

Schauenburg. Als Christian Erdmann am Sonntag die Fahne entrollt, brandet Beifall unter den wohl 200 Besuchern des Kirmesfrühstücks im Breitenbacher Festzelt auf. Kirmesvater Lars Ring strahlt und Ali Schindehütte, Künstler der Märchenwache, an seiner Seite auch.

Beide wissen jetzt endgültig, dass die Verbindung von Kunst und Kirmes bei den Breitenbachern gut angekommen ist. Dabei war die Zusammenarbeit zwischen dem Kirmesteam und Schindehütte nicht immer stressfrei, wie Ring vor den Kirmesbesuchern freimütig einräumte. „Das ging teilweise an meine Nerven“, sagte Ring. Vom Entwurf für die Fahne, einem stilisierten Kirmesburschen mit Sektglas, bunter „Quietschkommode“ (eine Art Akkordeon) und dem Kirmesbär auf der Schulter, bis zum fertigen Kunstwerk vergingen nur zehn Tage. In denen habe er immer wieder aufs Tempo gedrückt, erzählt Ring. Einen Tag vor Beginn der Kirmes war die Fahne fertig. Mit dem Ergebnis waren die Kirmesburschen und -mädchen hochzufrieden.

„Die Idee ist absolut toll. Das passt hier zum Ort“, sagt Kirmesbesucher Jürgen Lange. Kunst und Märchenwache, Ali Schindehütte und die Kirmes prägen Breitenbach, findet er. „Das ist ein Stück Tradition“, meint der Kirmesbesucher. Seine Kinder seien von Anfang an immer dabei gewesen, wenn Schindehütte Linolschnitte an der Märchenwache gefertigt habe, erzählt der Breitenbacher. Maria Draude findet das Motiv auf der Kirmesfahne außergewöhnlich. Das sei mal etwas anderes.

Gut angekommen sind auch die Programmhefte, die auf dem Deckblatt ebenfalls die grafische Handschrift Schindehüttes tragen. Die gab es in vierfacher, jeweils anders gestalteter Ausfertigung mit der Fortsetzungsgeschichte eines Märchens.

Offen bleibt, ob es eine Neuauflage der Zusammenarbeit mit der Märchenwache geben wird. Das hängt auch vom Thema der Kirmes ab. Dieses Mal ging es um Märchen. Da habe sich die Verbindung zur Märchenwache angeboten, sagt Ring. Vergangenes Jahr sei es um den Wilden Westen gegangen. Da wäre eine inhaltliche Verknüpfung viel schwerer gefallen. Das wichtigste Ziel der Kirmes sei jetzt aber schon erreicht. „Wir wollen die Vereine zusammenbringen. Das haben wir auch mit der Märchenwache geschafft“, sagt Ring.

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