Band Crossroads mit Baunataler Sänger Michael Holderbusch rockte in Bad Arolsen

Bis in die Fingerspitzen

Ganz nah dran: Michael Holderbusch trat mit seiner Band Crossroads im Berlinchen in Bad Arolsen auf. Dabei entstand in der kleinen Kneipe eine fast private Atmosphäre.

Baunatal / Bad Arolsen. Während zeitgleich der Sender RTL seine Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ ausstrahlte und Millionen von Fernsehzuschauern damit vor die Bildschirme lockte, betrat am Samstagabend in der kleinen Bad Arolser Kneipe Berlinchen ein Mann die Bühne, der all diesen Rummel kennt und hinter sich gelassen hat: Michael Holderbusch aus Altenbauna, Zweitplatzierter der RTL-Castingshow „Das Supertalent“.

Doch kam Holderbusch nicht allein. Mit seiner Band Crossroads rockte er vor rund 150 Gästen in persönlicher Atmosphäre. Ein Auftritt, bei dem Holderbusch in der Pause zwar Autogramme gab, aber bei dem er längst nicht wie der Star auftrat. Mit seiner Band bildete er eine Einheit, die es verstand, handgemachte Musik zu spielen und das Publikum vom ersten Ton an auf ihre Seite zu ziehen.

Im Fernsehen hatte Holderbusch mit bewegenden Balladen wie „Waltzing Matilda“ und „You Are So Beautiful“, begeistert. Die gab es im Berlinchen zwar zu hören - auch dort erzeugten sie Gänsehautgefühl und Jubel brach aus. Doch hatten sie gegen die Rockklassiker, die die Band zudem im Gepäck hatte, kaum eine Chance – ähnlich wie Ende Januar beim Konzert in der Baunataler Stadthalle.

Denn was Holderbusch und Crossroads im Blut haben, ist Rockmusik pur. Über zwei Stunden spielten sie Cover-Songs. Von „Where The Streets Have No Name“ (U2) und „Hush“ (Deep Purple) über „Jump“ (Van Halen) bis „Davy’s On The Road Again“ (Manfred Mann’s Earth Band). Musik, die das Publikum zum Tanzen brachte. Musik, bei der (fast) niemand still stand.

Nur einer stand nahezu still hinterm Mikrofon: Michael Holderbusch. Trotz Sonnenbrille und Rocker-Attitüde, die große Schau ist nicht sein Ding. Keine großen Sprünge, kein schnelles Hin- und Herlaufen. Er wandert höchstens mal gemächlich über die Bühne. Und bewegt die Fingerspitzen im Takt.

Dennoch schafft er es mitzureißen - allein durch die Kraft seiner Reibeisenstimme, mit der Unterstützung seiner Band und einer gehörigen Portion Humor. Immer wieder witzelte Holderbusch. Nicht nur die Musik machte an diesem Abend Spaß.

Juror Dieter Bohlen, der zur selben Zeit im Fernsehen wieder einmal seine Urteile abgab, sagte einmal, er könne nicht genug von Holderbuschs Stimme hören. Er hätte sie hören können - am Samstagabend im Berlinchen.

Von Maja Yüce

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.