Finke hält an Erweiterung fest

Möbelhaus Finke hält an Erweiterung fest

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Erweiterungspläne: Das Möbelhaus Finke in Fuldabrück soll wachsen und außen wie innen ein neues Outfit bekommen. Hausleiter Michael Gudermann (von links), Architektin Daniela Spey und Unternehmenssprecher Dr. Rudolf Christa stellten jetzt Pläne für die Zukunft des Einrichtungshauses vor.

Fuldabrück. Das Möbelhaus Finke will trotz der ablehnenden Haltung des Zweckverbands Raum Kassel (ZRK) an der Erweiterung der Verkaufsflächen am Standort Fuldabrück festhalten.

Rückenwind bei der planungsrechtlichen Absicherung des Vorhabens hat die Möbelkette (Stammsitz: Paderborn) jetzt von der Gemeindevertretung erhalten. Mit den Stimmen aller Parteien änderte das Parlament den für das Sondergebiet bestehenden Bebauungsplan und stimmte auch den Erschließungsplänen zu.

Die Verkaufsflächenerweiterung von 30.000 auf 39.000 Quadratmeter soll durch Umnutzung bisheriger Lagerflächen im bestehenden Gebäude erfolgen. Um weiterhin auf ausreichende Lagerkapazitäten zurückgreifen zu können, will das Unternehmen Finke östlich davon – gegenüber der jetzigen Selbstabholerstation – ein neues Hochregallager errichten.

Von crazy bis gediegen

„Unsere Kunden wollen neue Wohnbilder haben; für neue Formen der Präsentation brauchen gerade wir als Anbieter für den gehobenen Anspruch mehr Raum“, sagte Dr. Rudolf Christa, Sprecher der Geschäftsführung, im Gespräch mit der HNA.

Am Standort Fuldabrück, so Dr. Christa weiter, soll ein Möbel-Kompetenzzentrum entstehen, in dem alle Einrichtungswünsche „von jung und crazy über die Familie bis gediegen“ unter einem Dach erfüllt werden können. Über die Höhe der Investitionssumme für das Zukunftsprojekt machte der Sprecher keine Angaben.

Dieter Lengemann

Dr. Christa zeigte sich zuversichtlich, dass die Erweiterung der Verkaufsflächen durch den Bebauungsplan möglich werde. Rudolf Christa verwies auf „die positiven Aussagen der Auswirkungsanalyse der Gesellschaft für Konsum- und Absatzforschung Ludwigsburg“.

In dem Gutachten seien wirtschaftlich nachteilige Auswirkungen für Anbieter in der Stadt Kassel und im Umland verneint worden. Den Bauantrag für das Projekt und die Detailplanung für dessen Erschließung, die auch die Anlegung einer dritten Fahrspur in der Albert-Einstein-Straße vorsieht, werde man nach Inkrafttreten des Bebauungsplans einreichen, sagte der Sprecher.

Jetzt darf man darauf gespannt sein, wie der Zweckverband, der sich bisher gegen eine Abweichung der im Flächennutzungsplan festgeschriebenen Verkaufsfläche von 30.000 Quadratmeter ausgesprochen hat, auf den neuen Vorstoß des Möbelunternehmens und der Gemeinde Fuldabrück reagieren wird.

Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) und auch der Vorsitzende des Bauausschusses, Helmut Wagner (CDU), bezeichneten das planungsrechtliche Verfahren übereinstimmend „als gangbaren Weg, der hoffen lässt“.

Das letzte Wort wird bei der Gemeindevertretung liegen, die die Bedenken und Anregungen von Behörden und Bürgern objektiv prüfen muss und mit den Interessen der Gemeinde abzuwägen hat.

Millioneninvestition: Umbau bei laufendem Betrieb

Das Möbelhaus Finke in Fuldabrück erhält zurzeit ein neues Outfit: Nach Angaben von Unternehmenssprecher Dr. Rudolf Christa werden die Fassade und das Dach des 1995 errichteten Gebäudes bis Oktober komplett saniert. Im Innenbereich sind Umgestaltungen auf allen Ebenen vorgesehen. Sie betreffen vor allem die Beleuchtung und Rahmengestaltung, die Einrichtung von Wohnstudios hochwertiger Marken und ein völlig neues gastronomisches Konzept. „Wir investieren bei weiter laufendem Betrieb einen zweistelligen Millionenbetrag“, sagt der Finke-Sprecher. Das geschehe, um das Einrichtungshaus innerhalb der genehmigten Verkaufsflächen für den zukünftigen Wettbewerb fit zu machen und die Arbeitsplätze zu halten.

Das Unternehmen Finke beschäftigt am Standort Fuldabrück in den Bereichen Verkauf, Logistik, Transport, Verwaltung und Lager zurzeit 173 Frauen und Männer, so Dr. Christa. Mit der Sanierung der Fassade werde man auch einen neuen Werbeauftritt verbinden. Vorbild hierfür sei das Einrichtungshaus der Finke-Gruppe in Elxleben bei Erfurt, das vor einem Jahr komplett revitalisiert worden sei. Die Investitionen in die Bausubstanz, in neue Ausstellungen und Sortimente sollen nicht zuletzt dazu beitragen, die in Fuldabrück erworbenen Marktanteile zu sichern und auszubauen, sagt Rudolf Christa. (ppw)

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