Solarunternehmen baut 19 Parks zur Stromproduktion in Thailand und sichert in Lohfelden Arbeitsplätze

Firma Galip zapft die Sonne an

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Auf gute Zusammenarbeit: Die Lohfeldener Solarfirma Galip arbeitet eng mit dem koreanischen Solarzellen-Hersteller Komex zusammen. Gemeinsam wollen sie in Thailand große Solarparks errichten. Unser Bild zeigt von links Alexander Galip und Mitarbeiter Alberto Garcia, Lohfeldens Bürgermeister Michael Reuter, Komex-Geschäftsführer C. J. Suk und Mitarbeiterin SoJin Kim.

Lohfelden. Die Gemeinde Lohfelden entwickelt sich weiter zu einem Mittelpunkt für erneuerbare Energien. Während in den früheren Richterhallen bis 2013 ein überregionales Zentrum für neue Energien entstehen soll, sorgt die Lohfeldener Firma Galip für weitere positive Nachrichten am Loh.

Der mittelständische Betrieb mit derzeit 18 Mitarbeitern errichtet bis 2014 in Thailand 19 Solarparks mit einer Gesamtleistung von 84 Megawatt.

Es handele sich um das größte Fotovoltaik-Projekt im asiatischen Raum, sagte Alexander Galip, Gründer und Geschäftsführer der gleichnamigen Firma, im Gespräch mit der HNA. Das 200-Millionen-Dollar-Projekt (153 Mio. Euro) sei unter Dach und Fach. Alle Genehmigungen lägen vor und die Bagger seien bereits angerückt, um im Norden Thailands den ersten Solarpark zu bauen, sagte Galip.

Zur Realisierung habe die Galip GmbH (40 Prozent) ein Joint Venture mit der thailändischen Firma Four Us Technology (60 Prozent) gegründet.

Wenn sich die Zusammenarbeit bewährt, sollen insgesamt 200 Megawatt installiert werden, ein Auftragswert von knapp 400 Mio. Euro.

Gesteuert von Lohfelden

Gesteuert und auch versteuert werden sämtliche Aktivitäten vom Galip-Unternehmenssitz Lohfelden. Das freut auch Bürgermeister Michael Reuter (SPD), der dem örtlichen Unternehmer seine volle Unterstützung zusicherte: „Es freut uns, dass eine Lohfeldener Firma von hier aus international führend tätig ist.“

Auch in Lohfelden selbst will Galip seine Aktivitäten weiterentwickeln. So plant der 58-Jährige hier mittelfristig eine kleine Produktion hochwertiger Solarmodule. Partner ist die südkoreanische Firma Komex, mit der Galip bereits eng zusammenarbeitet.

Komex-Geschäftsführer C. J. Suk gilt als weltweit größter Silizium- und Solarzellen-Händler. Vergangene Woche weilte er vor der Weiterreise nach London kurz in Lohfelden, um die Zusammenarbeit zu bekräftigen.

„Ich will die besten Hochleistungszellen, die es auf dem Markt gibt“, sagte Galip, Komex sei da ein verlässlicher Partner. Während im vergangenen Boom-Jahr kaum noch Solarelemente zu bekommen gewesen seien, werde der Markt nun mit Billigprodukten aus Indien und China überschwemmt. Doch die will Galip nicht haben, er setze auf Qualität. Daher will er für seine Projekte auch mit SMA ins Geschäft kommen, den Weltmarktführer bei den Wechselrichtern und bekannt für hohe Qualitätsstandards. Beim Preis müsse mit den Niestetalern aber noch verhandelt werden.

Mit den Aktivitäten im Ausland will Galip die starken Markt-Schwankungen in Deutschland durch die stufenweise reduzierte Einspeisevergütung ausgleichen. So musste die Zahl der Mitarbeiter von 21 auf 18 reduziert werden. Die werden in nächster Zeit allerdings reichlich zu tun haben.

Von Holger Schindler

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