Auf schnelles Internet angewiesen

Firmen aus Baunatal und Schauenburg kritisieren Mängel bei DSL

+
Bessere Leitungen gefragt: Firmen aus dem Bauna-Tal hoffen auf weiteren Ausbau des Netzes. Sie wollen schneller ihre Daten übertragen können.

Baunatal/Schauenburg. Firmen sind zunehmend auf schnelles Internet angewiesen. Um konkurrenzfähig zu sein, benötigen viele einen gut funktionierenden Internetanschluss. Unternehmen aus Baunatal und Schauenburg klagen zunehmend über Probleme mit DSL - dem schnellen Zugang zur Datenautobahn.

In den näher an Kassel gelegenen Ortsteilen gibt es DSL über Kabel der Telekom. In den entfernteren Dörfern sah es bis Ende 2011 eher düster aus. Da hat die Kasseler Firma ACO in Zusammenarbeit mit den Kommunen inzwischen dafür gesorgt, dass zumindest eine Variante aus Kabelverbindung und Richtfunk zur Verfügung steht.

„Man braucht Geschwindigkeit“, sagt Peter Hammerschmidt, Vorsitzender der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal. Um die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten, sei die DSL-Versorgung für viele ein zentrales Thema. Bei Firmen in Baunatal, die beispielsweise mit dem VW-Werk abrechneten, gebe es einen hohen Bedarf.

Dort werden große Datenmengen hin- und hergeschoben. Hammerschmidt berichtet von Betrieben, in denen sich langsames Internet zu einem echten Problem entwickele. „Ich könnte Beispiele nennen, wo es erhebliche Engpässe gibt.“ Betroffen seien nicht nur die abgelegeneren Stadtteile, sondern beispielsweise auch Altenbauna. Dort hätten Anfragen bei der Telekom, die Leistungsfähigkeit der Leitungen zu erhöhen, bislang keinen Erfolg gehabt, berichtet Hammerschmidt.

"Richtige Probleme"

Von ähnlichen Erfahrungen erzählt Christa Stiefel-Turko. „Es ist bescheiden hoch drei“, sagt die Vorsitzende der HG Leistungspartner Schauenburg zur DSL-Versorgung in Baunatals Nachbarkommune. Sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich funktionierten die Internetverbindungen nicht besonders gut. „Wir haben richtige Probleme.“

George McKinney, Sprecher der Telekom in Frankfurt, klärt auf: Er rät Firmen, die mit größeren Datenmengen arbeiten, zu einer Standleitung. Diese Art der Technik unterscheide sich deutlich von den DSL-Anschlüssen von Privatleuten. Überhaupt sei DSL ein Privatkundenprodukt, sagt der Sprecher. „Für Geschäftskunden gibt es eigene Lösungen.“ Natürlich sei das auch eine Frage des Geldes.

Von Sven Kühling

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe der HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.