300 Schüler der Ahnatalschule informierten sich über Ausbildungsberufe

28 Firmen stellten sich vor

Auf Probe arbeiten: Interessiert verfolgt Timo Hesse, (zweiter von links) was Firmenchef Uwe Loth und sein Mitarbeiter Jens Hamenstädt über die Ausbildung und den Beruf eines Heizungs- und Sanitärmonteurs zu berichten wissen. Foto: Brandau

Vellmar. „Wenn es die Info-Börse noch nicht gäbe, so müsste sie erfunden werden“, sagte Wolfgang Hartwig, Leiter der Ahnatalschule in Vellmar, kürzlich bei der Eröffnung der Info-Börse Beruf. Diesmal stellte der Schulleiter 28 Firmen, Schulen und Behörden vor, die die über 300 Schüler über Ausbildungsberufe- und Inhalte informierten.

Unter ihnen auch Timo Hesse aus der achten Klasse. Zielstrebig geht er an den Stand der Firma Loth aus Vellmar. „Ich interessiere mich sehr für einen Beruf im Heizungs- und Sanitärbereich“, sagt der 13-Jährige, der ein guter Hauptschüler ist. Aufmerksam verfolgt er, wie Monteur Jens Hamenstädt mit modernen Mehrschicht-Verbundrohren arbeitet.

Über das Interesse des Schülers freut sich Firmenchef Uwe Loth. „Es gibt genügend Lehrstellen für Schulabgänger, und jeder Suchende wird auch eine Lehrstelle bekommen. Schwieriger ist es für die Betriebe die richtigen Auszubildenden zu finden. Neben dem Interesse am Beruf und dem handwerklichem Geschick sollte ein Bewerber einen guten Hauptschul- oder Realschulabschluss mitbringen“, bestätigt der Innungsobermeister.

Jessica Baldin hat noch Zeit mit der Berufswahl, Sie besucht die neunte Klasse und möchte auf alle Fälle noch ihr Abitur machen. „Ich kann mir gut vorstellen, einmal im IT- oder Informatikbereich zu arbeiten“, gibt sich die 14-Jährige selbstbewusst. Gerade deswegen schätzt sie die Möglichkeit, sich jetzt schon zu informieren und in verschiedene Berufe reinschauen zu können.

Das ermöglicht auch Mario Jungk mit einigen Auszubildenden des 2. Lehrjahres. Er ist Ausbildungsmeister im Kasseler Achswerk der Daimler AG. „Wir stellen jährlich 48 Auszubildende ein und versuchen dafür gute Bewerber zu gewinnen. Neben Realschülern haben auch gute Hauptschüler bei uns eine Chance“, bestätigt der Meister.

Auch für Peter Damm ist die Info-Börse eine gute Sache. Der 57-Jährige Vellmarer begleitet seinen Sohn und ist angetan von der Vielfalt der angebotenen Informationen. „Als ich vor über 40 Jahren eine Lehrstelle gesucht habe, war das noch einfacher“, erzählt der Familienvater. Heute könne man sich durch Praktika oder die Info-Börse umfassend informieren und in die verschiedenen Berufe hinein- schnuppern, was die Berufswahl erleichtere. (pwb)

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