Firmenname für Gründer: Darauf sollten Sie achten

+
Achten Sie als Gründer darauf, dass Ihr Firmenname zu Ihnen und Ihren Leistungen passt. Damit heben Sie sich von anderen ab und zeigen künftigen Kunden, was Sie ihnen bieten.

Aller Anfang ist schwer: Als Gründer müssen Sie sich für den richtigen Markennamen entscheiden. Einzigartig und unverwechselbar soll Ihr Firmenname sein, für Ihr Unternehmen stehen und gleichzeitig rechtlich sicher sein. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Namensfindung ankommt.

Mit Wiedererkennungswert das Markenrevier abstecken

Für Sie steht fest, womit Sie als Unternehmensgründer künftig durchstarten wollen. Jetzt fehlt nur noch der richtige Firmenname, an den sich potentielle Kunden gut erinnern können und der Ihr Markenrevier absteckt:

  • Wählen Sie einen Namen, der einfach, einzigartig und einprägsam ist. Damit sorgen Sie für Wiedererkennungswert : Ihr Firmenname fällt unter vielen anderen Mitbewerbern auf und gibt Ihrem Unternehmen ein Profil.
  • Lassen Sie Ihren eigenen Namen in Ihre Firmenmarke miteinfließen. Verzichten Sie aber auf Namen, die zu lang oder schwierig in der Aussprache sind. So machen Sie es Ihren Kunden nur unnötig schwer.
  • Entscheiden Sie sich gegen missverständliche Wörter oder Abkürzungen, die Fragen offen lassen. Unter „ABC“ vermutet zum Beispiele niemand das „Architekturbüro Christophers“.
  • Verbinden Sie Ihren neuen Firmennamen mit der Art Ihrer Leistung – dann wissen Ihre Kunden sofort, was Sie von Ihnen erwarten können. Beispiele dafür sind „Designbüro Babbel“, „Autowerkstatt Leitmeier“ oder „Stefans Blumenladen“.
  • Ausdruckstark kann auch ein Fantasiename sein, der mit Ihrer Leistung oder Ihrem Produkt nichts zu tun hat. Die berühmten Markennamen „Nivea“ und „Nike“ sind gute Beispiele. Beachten Sie: Als Einzelunternehmer ohne Handelsregistereintrag können Sie nicht unter einem reinen Fantasienamen firmieren. Sie müssen immer Ihren vollständigen Namen angeben, den sie allenfalls ergänzen dürfen.
  • Wenn Sie international tätig werden wollen, muss Ihr Firmenname auch in anderen Sprachen eindeutig sein. Hier ist gründliche Recherche gefragt, um Missverständnisse bei der wörtlichen Übersetzung zu vermeiden. Den „Backshop“ zum Beispiel versteht der Engländer als „Hinterhofladen“. Das kann peinlich werden.
  • Testen Sie, ob für Ihren Wunschnamen die .de-Domain verfügbar ist und sichern Sie sich eine individuelle Internet-Adresse für Ihren Firmennamen. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen weltweit durchstarten wollen, brauchen Sie auch eine .com-Domain.

Firmenname rechtlich prüfen und schützen

Machen Sie eine Markenrecherche, bevor Sie sich für einen Firmennamen entscheiden. So finden Sie heraus, ob Ihr Wunschname bereits bestehenden Unternehmen ähnelt oder gleicht und deshalb die Rechte von Dritten verletzt. Denn das kann teuer werden.

Googeln Sie deshalb, ob Ihr Firmenname bereits vergeben ist. Zudem können Sie die Register des deutschen, europäischen und internationalen Markenamts sowie das elektronische Handelsregister durchsuchen. Hinweis: Ihre eigene Recherche ersetzt jedoch keine fachkundige Prüfung beim Anwalt.

Denken Sie daran, Ihren Firmennamen schützen zu lassen – zum Beispiel nach Handelsrecht, indem Sie Ihr Unternehmen ins Handelsregister eintragen. Zudem können Sie Ihren Namen als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) anmelden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.