Rekordbeteiligung: Über 500 Männer und Frauen waren beim Vabia-Volkslauf in Vellmar aktiv dabei

Fitnesstest in allen Altersklassen

Ganz vorn: Schon beim Start des 5000 Meter-Laufs war der 19-jährige Tobias Kiesling vom FTSV Heckershausen, (2. von rechts) in der ersten Startreihe und lief am Ende mit 17,7 Minuten die beste Zeit aller Teilnehmer. Fotos: Brandau

Vellmar. Beinahe hätte Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla sein vor zwei Jahren gegebenes Versprechen eingelöst: nämlich am Volkslauf teilzunehmen. Gelegenheit dazu hätte er am vergangenen Wochenende im Rahmen des fünften Vabia-Laufs gehabt. Doch dienstliche Verpflichtungen standen dem im Wege und so blieb es beim Grußwort des Rathauschefs.

Anders war das bei den über 500 Läuferinnen und Läufern, die ihre Fitness nach Alters- und Leistungsklassen getrennt beweisen wollten. Eine Rekordbeteiligung, wie Vabia-Geschäftsführer Michael Kurz feststellte.

Pünktlich um 13.15 Uhr drängte sich eine etwa 150 Personen starke Läufergruppe an der Startlinie, um auf die fünf Kilometer-Strecke zu gehen. Gemeinsam mit Katrin Dörre-Heinig, Dritte der Olympischen Spiele 1988 in Seoul, startete Winfried Aufenanger das Feld. Unterhaltsam und gekonnt kommentierte der erfahrene Organisator des Kassel Marathon das Geschehen auf der Bahn, so dass die zahlreichen Zuschauer stets auf dem Laufenden waren – auch wenn hin und wieder das Mikrofon aussetzte.

Beim anschließenden Zehn-Kilometer-Lauf war auch Wolfgang Hartwig dabei. Der 61-Jährige Leiter der Ahnatalschule in Vellmar schlug sich gut und belegte am Ende einen respektablen Platz. „Ich bin mitgelaufen, um Schüler und Kollegen der Ahnatalschule zu motivieren, sich ebenfalls zu beteiligen“, sagte Hartwig. Das ist ihm offensichtlich gelungen, denn über 100 Schüler seiner Schule waren am Start, allerdings nur vier Lehrkräfte.

Wesentlich kürzer war die Laufstrecke der Bambini im Alter von zwei bis sechs Jahren. Sie absolvierten eine Runde um den Sportplatz. Doch zuvor gab es Gedränge am Start, denn viele Eltern wollten noch schnell ein Foto schießen. Gegen 16.15 Uhr war es dann soweit: Gemeinsam mit Sportlehrer Mario Körschgen und Moderator Winfried Aufenanger lief die Gruppe der Kleinsten los. Sieger war nach einem starken Rennen Joshua Bode von der Grundschule Obervellmar, der erschöpft aber glücklich in die Arme seiner Mutter lief. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man als Schnellster durchs Ziel läuft“, bestätigt der Siebenjährige, der neben einem Pokal, ebenso wie alle anderen Bambini, ein Eis spendiert bekam.

„Eine tolle Veranstaltung, die nicht nur Spaß macht“, sagt Bronzemedaillengewinnerin Katrin Dörre-Heinig. Sie sei wichtig für die Willensschulung und das Ego der Kinder, die an diesem Lauf teilnehmen. Sicher gebe es genügend jungen Talente, so die 51-Jährige. Jedoch mangele es den Kindern an Zeit. „Sport im Verein habe deshalb kaum eine Zukunft, wohl aber im Rahmen eines veränderten Schulsports“.

Von Werner Brandau

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