Belag der Bundesstraße 7/83 wird ab August erneuert – Keine Lärmschutzmaßnahmen geplant

Das Flickwerk wird beseitigt

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Wird saniert: Die Bundesstraße 7/83 von der Ausfahrt Niedervellmar bis kurz hinter den Abzweig nach Hofgeismar bekommt einen neuen Belag. Unser Foto zeigt die B7/83 kurz vor der Ausfahrt zum Waldhotel Schäferberg. Weil dort zurzeit die maroden Brückenpfeiler saniert werden, wird der Verkehr in beiden Richtungen nur einspurig geführt.

Vellmar/Espenau. Zurzeit wird auf der B7/83 an den maroden Brückenpfeilern gearbeitet. Wenn diese Arbeiten Mitte Juli abgeschlossen sind, folgt im August die nächste Baustelle: Von der Ausfahrt Niedervellmar bis kurz hinter die Abzweigung nach Hofgeismar wird der Straßenbelag erneuert, teilte die Straßenverwaltung Hessen Mobil mit.

Auf einer Strecke von fünf Kilometern wird der Verkehr dann auf jeder Seite - wie zurzeit auch - nur einspurig geführt. Bis Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, erläuterte Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus. Bis dahin müssen die Autofahrer gerade in den Stoßzeiten mit Behinderungen rechnen. Veranschlagt ist die Erneuerung der Fahrbahn mit 2,1 Millionen Euro.

Kein Flüsterasphalt

In dieser Summe eingeschlossen sind auch die Kosten für die Sanierung der Zufahrten zu den Aus- und Einfahrten. Die zwei „Ohren“ des Anschlusses Vellmar-Stadtmitte waren schon im Juni 2010 für 470 000 Euro erneuert worden. Und zwischen November 2008 und August 2009 waren schon die maroden Leitplanken an der Bundesstraße gegen moderne Gleitbetonwände ausgetauscht worden.

Aufgebracht wird bei der Sanierung der Bundesstraße nach Auskunft von Hessen Mobil ein konventioneller Belag. Anwohner und auch die Stadt Vellmar hatten zuvor angeregt, sogenannten Flüsterasphalt zu verbauen, weil sie durch die neuen Gleitbetonwände einen höheren Lärmpegel vermuteten. Eine schalltechnische Berechnung habe laut Sinemus jedoch ergeben, dass die zulässigen Grenzwerte nicht überschritten worden seien. „Daher sind die Voraussetzungen für Lärmsanierungsmaßnahmen nicht gegeben.“

Salzhaltiges Spritzwasser

Laut Hessen Mobil weist der Beton der Pfeiler, die zurzeit für 400 000 Euro saniert werden, Schäden auf, die über einen längeren Zeitraum durch salzhaltiges Spritzwasser von der Fahrbahn entstanden sind. Um diese zu beseitigen, werden zunächst die Fundamente der Pfeiler zur Aufnahme von Traggerüsten erneuert.

Spezieller Schutz

Anschließend wird der geschädigte Beton der Pfeiler bis zu einer Tiefe zwischen fünf und maximal zwölf Zentimetern abgetragen und durch neuen Beton ersetzt, hieß es bei Hessen Mobil. Abschließend erhalten die Pfeiler und weitere Bauteile der Brücken einen speziellen Oberflächenschutz, um gegenüber weiteren Wettereinflüssen besser gewappnet zu sein.

Von Stefan Wewetzer

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