Verwandte setzen sich auf Gran Canaria für Kaufunger Piloten ein

Drogencoup: Flug interessiert auch die Geheimdienste

Kaufungen/Las Palmas. Seit sieben Wochen sitzt der Co-Pilot aus Kaufungen mittlerweile in Untersuchungshaft auf der Kanaren-Insel Las Palmas. Offiziell hat sich in dem Fall bislang wenig bewegt.

Nach HNA-Informationen bemüht sich die Staatsanwaltschaft Stuttgart - von dort stammt der Pilot - noch immer darum, die beiden Männer im Gefängnis der Insel-Hauptstadt Las Palmas vernehmen zu können.

Gegen die Piloten läuft in Deutschland ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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Verwandte des jungen Mannes sollen sich gegenwärtig in Las Palmas aufhalten. Wie es mit dem Kaufunger weitergeht, ist unklar. Angeblich bemühen sich die venezolanischen Behörden um die Auslieferung der Piloten. Die Haftbedingungen für den jungen Piloten sollen inzwischen gelockert worden sein.

Die Angelegenheit beschäftigt dem Vernehmen nach inzwischen auch die Geheimdienste mehrerer Länder. Vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela werde sich in der Sache wohl kaum mehr etwas bewegen, hieß es.

Während Bekannte des jungen Mannes gestern gegenüber der HNA bekräftigten, der Pilot könne nur unfreiwillig in den brisanten Fall hineingeraten sein, halten Experten dies für unwahrscheinlich. „Niemand lässt eine unbekannte Crew mit dieser Fracht losfliegen“, sagte ein Insider gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Schließlich liefen die Auftraggeber Gefahr, die Kontrolle über die brisante Fracht zu verlieren und aufzufliegen, wenn sich die unfreiwilligen Drogenkuriere den Behörden stellten. Er wertete die Aussagen der Piloten gegenüber der spanischen Polizei als „Schutzbehauptung“.

Von Peter Ketteritzsch

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