Granate lag im Garten - Geschoss wurde gesprengt

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Granate bei Erdarbeiten gefunden - Geschoss wurde gesprengt

Söhrewald. Beim Ausheben eines Teichs ist Volker Krah am Freitag gegen 11 Uhr in seinem Garten im Söhrewalder Ortsteil Wattenbach in 30 Zentimetern Tiefe auf eine Flugabwehrgranate gestoßen.

„Ich habe gerade Steine aus der Grube aufgelesen, als ich den Metallgegenstand fand“, erzählt Krah. Zunächst habe er an einen Überrest vom Bau des Hauses gedacht. Als er die Form und das Gewinde am Ende erkannte, rief der 48-Jährige die Polizei. „Die wollten, dass ich für den Kampfmittelräumdienst Fotos mache, damit sie schon vorab wissen, womit sie es zu tun haben“, berichtet er weiter.

Die Polizei sperrte den Garten ab und informierte die Nachbarn. Wie einige von ihnen der Polizei berichteten, soll sich im Krieg in diesem Bereich eine Flugabwehrstellung befunden haben. „Meine Schwiegermutter hat dann erzählt, dass sie damals beim Hausbau auch schon Granathülsen aus dem Krieg gefunden haben“, sagt Krah.

Aktualisiert am Freitag um 17.00 Uhr

Da die Granate laut den Experten einen vorgespannten Zünder hatte, der jederzeit hätte auslösen können, kam ein Abtransport über eine weite Strecke nicht in Betracht. Um das etwa 20 Zentimeter lange Geschoss des Kalibers 8,8 Zentimeter unschädlich zu machen, musste es gesprengt werden.

Dazu wurde die Granate unter Polizeibegleitung zu einem Wiesengelände außerhalb von Wattenbach gebracht und dort von den Fachleiten des Kampfmittelräumdienstes gesprengt. „Die Granate hätte eigentlich in der Luft explodieren sollen, haben sie gesagt“, fügt der Familienvater an, der bei der Kasseler Firma Bode für den Wareneingang zuständig ist.

Granate bei Erdarbeiten gefunden - Geschoss wurde gesprengt

Wie sich anschließend herausstellte, befand sich in dem Geschosskörper kein Sprengstoff mehr. Von außen war dies nicht erkennbar, daher gingen die Kampfmittelräumer auf Nummer sicher. (hog/kes)

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