Stadtmuseum Baunatal bietet Einblick in das Entstehen und Wachstum des VW-Werks

Vom Flugzeugwerk zum Fahrzeugbau

VW-Eingang 1958: Das Stadtmuseum Baunatal zeigt den nordwestlichen Zugang zum ehemaligen Henschel-Flugmotoren-Werk.

Baunatal. „Am 5. Oktober 1957 kaufte die VW GmbH das Henschel-Gelände“, erfahren die Besucher des Stadtmuseums Baunatal. Auf mehreren Info-Tafeln wird die Übernahme der Gebäude des früheren Henschel-Flugmotoren-Werks und der Bau des VW-Werks ausführlich beschrieben.

1959 war der Ausbau des VW-Werks die größte Baustelle Deutschlands. Aufgrund der starken Staubentwicklung mussten Landwirte für ihre Ernteausfälle entschädigt werden. Ein Jahr später ging die Halle 1 für den Getriebebau in Betrieb. Im Jahr 1971 war die Halle 2 die größte Werkshalle Europas mit 150 000 Quadratmetern. Zwei Jahre später wurde dann das Zentrale Ersatzteillager von Wolfsburg nach Altenbauna verlagert.

„Die Belegschaft im VW-Werk war von Anfang an in hohem Maße gewerkschaftlich organisiert“, erfährt der Besucher darüber hinaus. Die betriebliche Mitbestimmung wurde zum Bestandteil der VW-Unternehmenskultur.

Ferner wird Rudolf Leiding (1914 bis 2003) im Stadtmuseum Tribut gezollt. Er kam als ehemaliger Leiter der Wolfsburger Aggregate-Aufbereitung im Sommer 1958 nach Altenbauna und war dort als erster Baunataler Werkleiter bis März 1965 tätig.

Von 1971 bis 1975 war der gelernte Kfz-Mechaniker dann Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, 1976 wurde ihm schließlich die Ehrendoktorwürde verliehen. Der Platz an der Zufahrtsstraße zum Baunataler VW-Werk wurde im Jahr 2002 nach Dr. Rudolf Leiding benannt.

Das Stadtmuseum Baunatal im Mühlenweg 4 in Altenritte ist sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 0561/499 21 37, Infos im Internet: www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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