Kritik an der Gemeinde

Förderverein des Kindergartens Heckershausen finanzierte Spielkombination

Halfen tatkräftig mit (von links): Julia Rose, Christian Freitag, Karin Oehling, Jörg Ahrends, Ineke, Natalie Hofmann, Jens Richter und Jens Ahmling. Foto: Kisling

Ahnatal. Die Kinder des Kindergartens Heckershausen freuen sich über eine neue Spielattraktion: Der Förderverein finanzierte die gewünschte Kletter-Rutsch-Kombination und baute diese mit tatkräftiger Unterstützung von 20 ehrenamtlichen Helfern, meist Eltern und Fördervereinsmitglieder, auf.

„Ich hatte mir schon vorher die Baupläne angeguckt und war sofort begeistert“, schwärmte Annika über das neue Gerät. Für Lena ist die vielfältige Möglichkeit zum Klettern auf der neuen Kombination ein Höhepunkt. „Es ist klasse, vor allem, da für jede Altersklasse etwas dabei ist“, meint Lena.

Drei Rutschen in verschiedenen Größen und Höhen, ein Kletternetz, eine Hängebrücke, eine Kletterwand und drei Spieltürme stehen für die Sprösslinge in Zukunft zum Toben bereit. Für den Förderverein ging ein Traum in Erfüllung, nachdem man über ein Jahr Sponsoren und Förderer suchte, um das 10 000 Euro teure Projekt stemmen zu können. Mit einer Sponsorenolympiade und großer Unterstützung wurden die Pläne nun in die Tat umgesetzt. Rund 50 Stunden Arbeit stecken für die Helfer hinter dem Aufbau, einige Eltern nahmen sogar Urlaub. „Das ist nicht selbstverständlich, ein großes Dankeschön an alle Helfer“, meinte Natalie Hofmann, stellvertretende Schriftführerin des Fördervereins. Kindergartenleiterin Birgit Janke war über die „Steigerung der Qualität für die Kinder“ erfreut, zumal das Gerüst, das aus Aluminium besteht, mehrere Jahrzehnte halten soll und es sich somit um eine generationenübergreifende Anschaffung handele.

Besonders dankte Janke dem Garten- und Landschaftsbauer Jörg Bürger-Emden, der zwei Tage lang einen Bagger und einen Mitarbeiter kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Enttäuscht war man dagegen vom Verhalten der Gemeinde. Dass man mit keiner finanziellen Unterstützung wegen des klammen Haushalts rechnen konnte, war den Förderern klar. Jedoch bedauerte der Verein, dass die Gemeinde sich nicht an ihre Zusage hielt und Mitarbeiter vom Ahnataler Bauhof zur Unterstützung vorbeischickte.

Dies sei sehr ärgerlich, schließlich handele es sich um ein nachhaltiges Projekt für Ahnatal, betonten die Fördervereinsmitglieder. (ptk)

Das sagt der Bürgermeister

Es sei richtig, dass die Gemeinde dem Förderverein des Kindergartens Heckershausen zugesagt habe, beim Aufbau der Spiel-Kombination zu helfen. „Aber nur unter der Bedingung, dass es organisatorisch möglich ist“, sagt Bürgermeister Michael Aufenanger. Dann sei der Termin des Aufbaus aber sehr kurzfristig festgelegt worden und am Wochenende gewesen. „Da war es nicht möglich, Mitarbeiter des Bauhofs zur Verfügung zu stellen.“

Die Gemeinde beteilige sich aber dennoch an dem Projekt des Fördervereins. „Wir beschaffen den Spielsand und fahren ihn an, und selbstverständlich haben wir das alte Gerät abgebaut und entsorgt“, sagt Aufenanger. (mic)

Kommentare

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