Fortführung von Umgehungsstraße bei Großenritte nicht in Sicht

Herbert Engel

Baunatal. Südlich der Bürgel bei Großenritte gibt es auf dem Papier immer noch eine Trasse, auf der eine Umgehung Großenritte bis zur Niedensteiner Straße eingezeichnet ist. Doch zu bedeuten hat das nichts.

Diverse Beschlüsse und vor allem viel Geld wären nötig, um die Idee zu verwirklichen. Das hörte der CDU-Abgeordnete Herbert Engel auf seine Anfrage in der jüngsten Sitzung des Baunataler Stadtparlaments.

Engel hatte argumentiert, dass die 2008 fertiggestellte Umgehungsstraße einen Teil von Großenritte entlaste, die Sommerbachstraße vor allem, aber nicht die Hauptachsen Besser und die Niedensteiner Straße. Engel: „Schwere Lkw sind oftmals im Minutentakt auf dem Weg zur Deponie.“ Das bedeute Schmutz, Abgase, Lärm und Erschütterungen sowie Gefahren für Kinder oder ältere Menschen.

Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz als Baudezernentin machte wenig Hoffnung auf Abhilfe. Sie erinnerte daran, dass es fast drei Jahrzehnte gedauert habe bis zur Umgehung von der Kasseler Straße bis zum Besser Kreuz. Ferner liefen keine Planungsverfahren, solche seien für die nahe Zukunft auch nicht zu erwarten. Bis zu einem möglichen zweiten Abschnitt müsste ebenfalls „in Jahrzehnten spekuliert werden“.

Engler-Kurz berichtete, dass der Gesamtverkehrsplan des Zweckverbandes Raum Kassel, der Baunatal umfasst, momentan mit dem Zeithorizont 2030 fortgeschrieben wird. Auch das zeige, wie wenig realistisch ein baldiger Weiterbau sei.

Engel ließ nicht locker. Vielleicht könne man zumindest die Belastung mildern, etwa durch Verkehrsinseln, die das Überqueren der Straßen erleichtern. Darauf ging Engler-Kurz nicht konkret ein. Sie kündigte aber an, dass im Zuge des dritten Bauabschnitts zur Sanierung der Kasseler Straße die Verkehrssituation beispielsweise am Dorfplatz genau geprüft werde. Auf jeden Fall soll Verdrängungsverkehr verhindert werden. (ing)

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