Fertigstellung noch vor Winterpause geplant

Fahrbahnerneuerung der A7 bei Niestetal hat begonnen

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Viel Lärm und Staub: Die A 7 in Fahrtrichtung Süden wird von der niedersächsischen Landesgrenze bis zur Ausfahrt Kassel-Nord erneuert. Die eigentlichen Bauarbeiten haben jetzt begonnen.

Niestetal. Mit sechs Wochen Verspätung haben jetzt auf der A7-Baustelle bei Niestetal die eigentlichen Bauarbeiten begonnen. Seit Mittwoch fräsen schwere Maschinen die Asphaltdecke der Südfahrbahn zwischen der niedersächsischen Landesgrenze und der Anschlussstelle Kassel-Nord ab.

Bis nächsten Dienstag soll der alte Belag auf der 2470 Meter langen Strecke entfernt sein. Dann erfolgt der Neuaufbau von Standstreifen und erster Fahrspur.

Für die Verzögerung war die unerwartet umfangreiche Kampfmitteluntersuchung verantwortlich. Gleich an mehreren Hundert Verdachtspunkten schlug die Metallsonde an – „normalerweise ist die Zahl viel geringer“, sagt Ingenieur Burkhard Maiworm, beim Straßenbaumanagement Hessen mobil für die Überwachung der Baustelle zuständig.

Die Funde stellten sich zum allergrößten Teil als harmlos heraus: Schrottteile, Kabel, Rohre und Coladosen befanden sich in der alten Fahrbahn. Kritisch waren letztendlich nur drei Funde: eine Brandbombe, der Zünder einer Brandbombe und die Hülse einer Flakgranate.

Rund 20 Arbeiter sind derzeit auf der Baustelle beschäftigt, eingehüllt von Staub und Krach. Nur wenige Meter entfernt donnern die Lastwagen auf der A7 vorbei. Auch die Asphaltfräse sorgt für einen Höllenlärm. Ihre 176 stählernen Fräsmeißel reißen die Fahrbahn auf und zerkleinern den Asphalt.

Fotostrecke: Ausbau der A7 bei Niestetal

Ausbau der A7: Bauarbeiten bei Niestetal haben begonnen

15 schwere Lastwagen fahren pausenlos heran und bringen die klein gehackte dunkle Masse weg: insgesamt 14.000 Tonnen Altasphalt, die aufgearbeitet und dann wieder im Straßenbau verwendet werden. Der Verkehr wird auf sechs verengten Fahrbahnen an der Baustelle vorbeigeführt. „Das läuft wunderbar“, meint Maiworm. Obwohl die Baustelle in einer Steigungsstrecke liege, habe es bisher kaum Staus gegeben.

Ende Oktober soll der erste Bauabschnitt fertig sein. Dann werden die Autofahrer über die neuen Spuren geführt und die beiden restlichen Fahrbahnen erneuert. Gleichzeitig wird auf 2,4 Kilometer eine Betonschutzwand errichtet.

Hessen mobil hofft, die anfänglichen Verzögerungen wettmachen zu können. Ziel sei, die 4,5 Millionen Euro teuren Bauarbeiten auf jeden Fall vor der Winterpause abzuschließen, sagt Maiworm. Gelingen werde das allerdings nur, wenn die Kampfmitteluntersuchung auf den beiden folgenden Spuren nicht wieder so lange dauert – und wenn das Wetter mitspielt. Denn bei Minusgraden ist Asphaltieren nicht möglich.

Von Holger Schindler

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