Freches Programm mit dem Dohm-Trio unterhielt rund 50 Gäste im Vereinshaus Altenritte

Für Frauen mit Stolz und Humor

Thema Gleichberechtigung gut verpackt: Nikola Müller (von links), Isabel Rohner und Gerd Buurmann präsentierten Texte von Hedwig Dohm. Fotos: Hartung

Baunatal. „Mehr Stolz meine Damen! Der Stolze mag missfallen aber man verachtet ihn nicht“, sagte Nikola Müller. Anlässlich des Internationalen Frauentages hatte das Frauenbüro der Stadt Baunatal für Donnerstagabend zu einer ganz besonderen Veranstaltung geladen. Rund 50 Gäste folgten der Einladung ins Vereinshaus Altenritte und erlebten einen frechen Abend voller Humor und Spannung.

Das Dohm-Trio, zu dem neben Nikola Müller auch Isabel Rohner und Gerd Buurmann gehören, inszenierten mit ihrem Programm „Mehr Stolz, ihr Frauen“ eine freche Vorstellung mit scharfsinnigen und witzigen Texten und Zitaten von Hedwig Dohm, einer der radikalsten Frauenrechtlerinnen des 19. Jahrhunderts.

Unter anderem las das Trio aus dem Buch „Schicksale einer Seele“ in dem eine Mittdreißigerin alte Liebesbriefe aus ihrer Jugend findet. Während der Darbietung scheute sich Buurmann auch nicht, in roten Lackpumps aufzutreten.

Zeit weit voraus

Als Feministin forderte Dohm die Gleichberechtigung der Geschlechter und war damals mit ihrer Meinung ihrer Zeit weit voraus. „Ihre Aussagen haben bis heute nicht an Aktualität verloren“, sagte Irmgard Schüler, Frauenbeauftragte der Stadt Baunatal, im Vereinshaus..

Einige der Gäste kannten das Trio vor der Veranstaltung nicht. So wie Claudia Meibaum (60, Altenritte), die zusammen mit Elke Fischer (55, Naumburg) und Irene Hoefer (59, Großenritte) gekommen war, um den Frauentag zu würdigen. „Ein guter Anlass, mal über die Gleichberechtigung nachzudenken und sie voran zu treiben“, sagte Meibaum.

Obwohl an diesem Abend der Internationale Frauentag gefeierte wurde, waren Männer ausdrücklich erwünscht. „Die Gleichstellung für Männer und Frauen, ist ein Thema für beide Geschlechter“, erklärte Schüler. Trotzdem wagten sich nur zwei Herren in den Saal. Einer von ihnen war Peter Milas (48) aus Großenritte. Er wurde von seiner Ehefrau Anette (45) zu diesem Abend eingeladen. „Zwischen so vielen Damen fühle ich mich gut aufgehoben“, witzelte er.

Auch bei den anderen Gästen kam die spritzige Darbietung gut an. So wie bei Ursula Manß aus Hoof. „Die Texte beinhalten auch heute noch viel Wahres“, sagte die 63-Jährige.

Von Tina Hartung

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