Freibad Helsa: Auch Förderverein kann sich Übernahme vorstellen

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Geschlossen: Das Freibad in Helsa wurde wegen der Finanzprobleme der Lossetalgemeinde aufgegeben. Inzwischen gibt es zwei Interessenten, die die Freizeiteinrichtung übernehmen wollen.

Helsa. Lange schien das Schicksal des Freibades in Helsa nach seiner Schließung durch die Gemeinde vor zwei Jahren besiegelt zu sein. Das Blatt hat sich jedoch entscheidend gewendet.

Außer dem Kasseler Geschäftsmann Amir Ghazaei, der das Schwimmbad kaufen und zu einem Gesundheitszentrum weiterentwickeln will, hat sich jetzt auch der Förderverein Schwimmbad Helsa als möglicher künftiger Betreiber der Freizeiteinrichtung zu Wort gemeldet.

„Wir wissen, was wir wollen, unser Ziel ist, das Bad zur nächsten Saison wieder zu eröffnen und zu betreiben“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Sascha Schöben der HNA.

Nach den Vorstellungen des Vereins sind keine wesentlichen baulichen Veränderungen geplant. Dem Freibadbetrieb soll bereits ab September 2014 eine ganzjährig geöffnete Sauna der Firma Baron Sauna aus Nieste angeschlossen werden. Im Gastronomie- und Eventbereich will der Förderverein auf die bewährte Partnerschaft mit der Familie Khosravani vom Landgasthof „La Grotta“ setzen, erklärte der Vorsitzende weiter.

Sascha Schöben

„Ganz ohne öffentliche Mittel werden wir nicht auskommen können“, dazu sei der Wartungsstau zu hoch. Man werde auch in Helsa wie auch bei der Privatisierung des Waldschwimmbads in Wattenbach für die Stromkosten, Wasser und Abwassergebühren und das Chlor auf Zuschüsse „im hohen fünfstelligen Bereich“ angewiesen sein, räumte Sascha Schöben ein. Ein konkretes Konzept will der Verein im Anschluss an die Einbindung der DLRG-Ortsgruppen aus Helsa und Kaufungen nach den Sommerferien den Gremien der Gemeinde vorstellen.

Bürgermeister Tilo Küthe (SPD), der bis Mitte Juni noch gar wusste, was aus dem Freibad werden soll, hat jetzt gleich zwei Interessenten an der Hand, die das Bad retten wollen. „Wir sind sehr gespannt“, sagte der Verwaltungschef auf Anfrage der HNA. Der Investor sei nicht der Heilsbringer, beide Wege können zum Erhalt des Schwimmbads führen.

Positiv wurde aufgenommen, dass die Mitglieder und Partner des Fördervereins schon jetzt umfangreiche Arbeitseinsätze im Freibad leisten: Die Gebäude und Außenanlagen werden laufend instandgehalten und gepflegt, bis zum Herbst sollen laut Sascha Schöben außerdem noch Leitungen im Gebäude isoliert und die teilweise schadhafte Folie im Schwimmbecken erneuert werden.

Wiedereröffnung das Ziel 

Das Auftreten des Kaufinteressenten Amir Ghazaei, dessen Konzept er grundsätzlich für nicht schlüssig halte, habe die Pläne des Fördervereins zwar ein wenig gebremst, sagte Sascha Schöben. Man werde aber an der Zielvorstellung zur Wiedereröffnung des Freibades festhalten, so der Vorsitzende, der dazu aufrief, den Förderverein in Form einer Mitgliedschaft, durch aktive Arbeit im Schwimmbad oder Spenden zu unterstützen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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