Heute feiern Hildegard und Heinz Jödecke ihre Eiserne Hochzeit

Freude über 65 Ehejahre

Sind seit 65 Jahren verheiratet: Hildegard und Heinz Jödecke. Foto: Oschmann

FULDATAL. „Steinerne Hochzeit, nach 67 ½ Ehejahren, ach nö, die wollen wir nicht feiern, lieber in fünf Jahren die Gnadenhochzeit, wenn es uns noch gut geht“, sagt Heinz Jödicke (85), der sich mit den Jubiläen genauestens auskennt, und lacht. Seine Frau Hildegard (84) ist etwas skeptisch. „Jetzt freuen wir uns erst mal, dass wir 65 Jahre zusammengeblieben sind“, sagt sie. Heute feiern die beiden das Fest der Eisernen Hochzeit.

„Also, wir haben uns auf der Fullestraße im Schocketal kennengelernt“, erzählt sie. Beim Tanzen, „die Mädchen hingen wie Kletten zusammen, das war ganz schön schwierig für uns Jungs“, schaltet sich der Ehemann schmunzelnd ein. „Obwohl es ein gute Auswahl gab“, fügt er augenzwinkernd hinzu. Der junge Schreiner aus Simmershausen hatte seine Wahl schnell getroffen: Hildegard Dietrich, wie sie damals noch hieß, aus Ihringshausen hatte sein Herz erobert.

Geräumiges Eigenheim

Seit der Hochzeit vor 65 Jahren lebt das Ehepaar, das einen Sohn, Bernd, bekam, in Ihringshausen, ins selbst gebaute geräumige Eigenheim an der Kirchbreite zogen sie 1964. Aufgrund eines Arbeitsunfalls war der Familienvater als technischer Zeichner bei Wegmann, später bei Henschel, wo er Gruppenleiter wurde, beschäftigt. Hildegard Jödecke hatte bei einem Hutmacher, in einer Wäscherei und später als Bürokraft bei Daimler ihr Geld verdient.

In Haus und Garten investierten die Jödeckes ihre ganze Zeit und Kraft. Dass sie sich so gut mit Sohn Bernd und der Schwiegertochter, die im selben Haus wohnen, verstehen, ist für das muntere und bemerkenswert rüstige Ehepaar eine große Freude. Neben Enkel Patrick zählt noch der vierjährige Urenkel Max zur Familie, den die Urgroßeltern gern mal versorgen.

Wandern in der Rhön und in Österreich war für Jödeckes viele Jahre das liebste Hobby, später unternahmen sie Ostsee- und Mittelmeerkreuzfahrten, einmal eine Tunesien-Reise. „Ich liebe Schiffe“, sagt die Ehefrau und verrät: „Im Flugzeug habe ich ein bisschen Angst.“

Dass sie „ein bisschen flotter“ ist und er „der ruhende Pol“, das habe sich in 65 Ehejahren bewährt, sind sich die beiden einig. „Sie ist ein liebes Mädchen“, stellt er klar und fügt schelmisch hinzu: „Manchmal ist Hildegard ein bisschen draufgängerisch.“

Von Sabine Oschmann

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