Friedrich-Silcher-Trio und Jochem Wolff in der Breitenbacher Kirche

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Lieder der Romantik: Helmut Schäfer (von links), Rolf Sostmann, Jochem Wolff und Mario Carboni traten in der Breitenbacher Kirche auf.

Schauenburg. Ist es romantisch, im Sonnenuntergang spazieren zu gehen? Romantik ist vielseitig und jeder empfindet sie anders. Am Samstagabend erlebten etwa 40 Gäste Romantik der musikalischen Art.

Das Friedrich-Silcher-Trio, bestehend aus Helmut Schäfer an der Klarinette, Gitarrist Mario Carboni und Rolf Sostmann als Gesangssolist, gastierte zusammen mit Jochem Wolff in der Breitenbacher Kirche. Veranstalter des Konzerts „Frisch gesungen - Lieder der Romantik“ war die Märchenwache in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche und der Volkshochschule Region Kassel.

Arrangiert wurden sämtliche Stücke von Helmut Schäfer, der auch Gründer des Ensembles ist. An diesem Abend wurden die Musik und die Literatur mit Blick auf die Romantik miteinander verknüpft. „Die Frühromantik suchte das Mystische und das Fantastische in der Natur“, lautete eine Erklärung Wolffs zwischen den Liedern.

Zu hören gab es Stücke wie zum Beispiel „Schneiders Höllenfahrt“, „Serenade an Selma“ und „Das zerbrochene Ringlein“. Die Texte handeln meistens von der Liebsten, Blümelein, Nachtigallen und Lerchen. Viele Dichter, unter anderem Joseph von Eichendorff und Clemens Brentano, ließen sich von der Musik Silchers, der von 1789 bis 1860 lebte, beeinflussen.

„Ich singe selbst im Chor“, sagte Besucherin Edelgard Seidlitz. Aus diesem Grund sind der Großenritterin viele der Werke bekannt, denn bis heute sind die Melodien der von Friedrich Silcher vertonten und bearbeiteten Volkslieder Allgemeingut geblieben. Im Übrigen findet die Dame es gut, dass der musikalische Abend in der Kirche und nicht in der Märchenwache stattfand. Hier sei eine schöne Atmosphäre, erklärte sie. „Die Akustik ist in der Kirche viel besser und gehaltvoller“, ergänzte ihre Begleiterin Waltraud Koch aus Großenritte. Fotos: Hartung STICHWORT

Von Tina Hartung

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