Ehemalige Maschinenbaustudenten feierten nach fünf Jahrzehnten Wiedersehen

Frikassee und Rennmotoren

Vor fünf Jahrzehnten mussten sie noch büffeln: Die ehemaligen Kommilitonen genießen jetzt ihre Freizeit. Vorne stehen Herbert Kaulich (links) und Wolfgang Schröder. Foto:  Grigoriadou

Kassel. Schneeballschlachten, Studentenstreiche, der Bau von Rennmotoren und Erinnerungen an weniger bekömmliches Hühnerfrikassee und andere verdrängte Speisen erwachten nach 50 Jahren zu neuem Leben.

20 ehemalige Maschinenbaustudenten feierten nach fünf Jahrzehnten ihr Wiedersehen. Allerdings gab es beim Abendessen kein Hühnerfrikassee. Gemeinsam hatten sie im Februar 1962 ihr Diplom gemacht. „Wir haben damals noch in der Sozialküche des DRK gegessen und die heutigen Studenten stöhnen über das Essen in der Mensa“, sagt Wolfram Paruch aus Lohfelden und lacht.

In ganz Deutschland haben sich die Maschinenbauer damals verteilt. Doch einige sind in der Nähe geblieben. Wie Manfred Schnitzmeyer aus Fuldatal und Wolfgang Reukauf aus Niestetal. Die beiden erinnern sich an eine besonders delikate Situation. „Wir haben kurz vor unserer Abschlussprüfung den Schlachthof in Kassel besichtigt“, erzählt Wolfgang Reukauf. Daraufhin seien viele fast nicht zu Prüfung erschienen. „Wir waren so erkältet.“

Auch ein Protest mit Klopapier ist allen noch im Gedächtnis geblieben. „Vor der damaligen Ingenieurschule stand ein Kunstwerk aus der documenta, welches auch unsere Dozenten kritisiert hatten“, sagt Manfred Schnitzmeyer. „Da haben wir kurzerhand Klopapier aus dem Hotel Hessenland mitgehen lassen und das Werk umwickelt.“

Von Anthoula Grigoriadou

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