Neues Stück der Hirzstein-Mimen ist bereits einen Monat vor der Premiere ausverkauft

Friseur lockt die Massen

Sie spielen vor ausverkauftem Haus: Uli Schreiber (vorn von links), Steffi Carl, Andrea Beyer, Stefan Siebers, Christiane Miller (dahinter von links), Linda Schust, Helga Reiting und Jörg Hailing proben momentan auf Hochtouren im Gasthaus „Zur Sohle“. Foto: Dilling

Schauenburg. Stell‘dir vor, es ist Theater und alle wollen hin: Das Ergebnis eines solchen Ansturms erleben zurzeit die Hirzstein-Mimen in Elgershausen. Ihr neues Stück, der Schwank „Der neue Friseur“, ist bereits mehr als einen Monat vor der Premiere ausverkauft. „Wir haben 1000 Karten verkauft“, sagt der Chef der Laienspielgruppe, Stefan Siebers.

Der Run auf den „Friseur“ hatte sich schon vergangenes Jahr abgezeichnet. Damals seien die Plätze zu über 99 Prozent ausgelastet gewesen, berichtet Siebers. Diesmal findet kein Freund der Hirzstein-Mimen bei einer der neun Vorstellungen, die mit der Premiere am 20. Februar in der Gaststätte „Zur Sohle“ beginnen. Es sei denn, ein Karteninhaber sagt kurzfristig ab. Die Qualität ihres mimischen Könnens habe sich mittlerweile weit über die Grenzen Schauenburg herumgesprochen, sagt Siebers. Sogar aus dem niedersächsischen Northeim hätten sich Theaterfreunde Karten gesichert.

Auch diesmal verspricht das Stück der Hirzstein-Mimen jede Menge Lachkrämpfe. Im Frisiersalon von Liesel Schmitz (Christiane Miller) geht es schließlich hoch her, als Friseurmeister Gino (Uli Schreiber) als ihr Nachfolger aufgebaut werden soll. Denn das gefällt dem Bürgermeisterkandidaten Gino überhaupt nicht. Den Gino spielt der einzige Neuling im Ensemble, Jörg Hailing, den Alle nur „Spätzle“ rufen.

Die zu spät Gekommenen können sich keine Hoffnung auf zusätzliche Vorstellungen machen. Das sei einfach nicht machbar, weil die meisten Schauspieler berufstätig seien, erklärt Stefan Sievers weiter.

Bürgermeisterin Ursula Gimmler habe sogar das Elgerhaus als Spielort vorgeschlagen, um mehr Zuschauer unterzubringen. Das habe man aber abgelehnt, weil dann zwischen den Vorstellungen die Bühne hätte auf- und abgebaut werden müssen, sagt der Chef der Hirzstein-Mimen. Außerdem biete eine Halle nicht das gleiche schöne Ambiente wie der Gaststättensaal.

Von Peter Dilling

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