Besucher konnten bei der Landesverbandsschau der Kanarienzüchter gut 1000 Vögel bewundern

Gut frisiert, agil und sangesfreudig

Blick in die Voliere: Svenja Mihr mit Mia (2, ganz links) und Niklas Klein (rechts) aus Hoof schauten sich gemeinsam mit Jürgen Bockemühl die Wellensittiche an. Fotos: Dilling

Schauenburg. Was ein Harzer Roller ist, wissen Käseliebhaber bestimmt. Aber dass es auch einen kleinen Vogel gleichen Namens gibt, wissen nur die Kenner.

Bei der Landesverbandsschau der Vogelzüchter von Kurhessen und Waldeck konnten sich die Besucher in der Schauenburghalle nicht nur über die Geschichte des erstmals im Harz gezüchteten Kanarienvogels informieren, sondern auch vielfarbige, agile, zum Teil wie frisiert aussehende Vögel in Aktion erleben.

Speziell die Kanarienzucht ist eine Wissenschaft für sich, weiß Jürgen Bockemühl aus Bergshausen. Er ist seit Jahren Preisrichter und war lange im Bundesvorstand aktiv. Ohne nachgewiesenen, langen Stammbaum seiner Vögel habe ein Züchter bei Austellungen kaum eine Chance, sagt er. Es kommt auf Farbe, Positur oder Gesangsvermögen der Vögel an.

Das anspruchsvolle Hobby findet immer weniger Freunde. Von ursprünglich 14 000 Züchtern seien bundesweit nur noch 10 000 übrig, sagt Bockemühl. Der ausrichtende Verein Kanaria 1882 Kassel und Umgebung hat laut Bockemühl noch 40 Mitglieder. Das Hobby benötige viel Zeit, die junge Leute nicht hätten.

Dennoch ist der Verein erfolgreich. Der Vorsitzende Volker Mihr aus Hoof und sein Vereinskollege Frank Knierim aus Kassel haben schon Weltmeisterschaften gewonnen.

Tom Haeder aus Hoof wurde Jugendsieger. „Champions“ stellten Bernd Briehle, Lothar Schäfer, Volker Mihr, Frank Knierim, Jürgen Bockemühl, Marcus Westermann und Robert Job. (pdi)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.