Fett zu heiß: Fritteusenbrand zerstört Imbissbude

Abschluss der Löscharbeiten: Vor dem Abrücken wurde das Dach der Grillstation noch einmal kompellt mit Wasser abgespritzt.

Fuldatal. Ein vermutlicher technischer Defekt im Thermostat einer Fritteuse verursachte am Mittwochmittag einen Brand in einer Imbissbude an der Karl-Marx-Straße in Rothwesten.

Wie die Kasseler Polizei mitteilte, entzündete sich das Feuer von selbst an dem zu heiß gewordenem Fett und griff sofort in die Dunstabzugshaube über, da sich dort noch alte Fette festgesetzt hatten. Und von dort auf die Zwischendecke, wie Gemeindebrandinspektor Stephan Bader mitteilte.

Dem 33-jährigen Imbissbetreiber gelang es nicht, den Brand zu löschen. Er alarmierte um 13.20 Uhr die freiwillige Feuerwehr Fuldatal. Diese rückten mit den Wehren aus Rothwesten, Simmershausen und Ihringshausen aus. Wegen der hohen Außentemperaturen, mussten laut Bader umgehend weitere Einsatzkräfte nachalarmiert werden. „Bei über 42 Grad Lufttemperatur waren die Männer unter Atemschutz Höchstbelastungen ausgesetzt“, betonte er.

Technischer Defekt vermutet: Von der Fritteuse über die Dunstabzugshaube breitete sich das Feuer in der Zwischendecke aus.

So verstärkten Wehrleute aus Vellmar, die mit ihrer Drehleiter kamen, die Kollegen aus Fuldatal. Insgesamt waren somit 30 Leute unter Atemschutz an der Brandstelle, um deren Einsatzzeiten in einem für die Gesundheit vertretbaren Maß zu halten. Einschließlich Rettungsdienst des DRK aus Simmershausen, der die Wehrleute betreute und mit Trinkwasser versorgte sowie der Polizei, die die Landesstraße zwischen Simmershausen und Ortskern Rothwesten sperrte, waren 50 Personen im Einsatz.

Das Feuer war erst nach über zwei Stunden gelöscht, da die Decke wegen mehrerer Schichten von außen und innen geöffnet werden musste, um an die Glutnester zu kommen. Personen wurden nicht verletzt. Die Grillstation ist laut Wehr komplett zerstört. Über die Höhe des Schadens kann die Polizei noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei dauern an.

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