Bürgerhaushalt: Kämmerer Manfred Ludewig informierte über den aktuellen Stand

„Froh um jeden Vorschlag“

E. Behrje-Lieberknecht

Fuldatal. Mitreden, mitgestalten, mitmachen – dem Motto des ersten Fuldataler Bürgerhaushalts folgte nur eine überschaubare Zahl an interessierten Bürgern. In dem vorgesehenen Zeitraum waren 19 Vorschläge zu potentiellen Einsparmaßnahmen von neun Personen eingegangen. Und auch bei der jüngsten Informationsveranstaltung zur Vorstellung der Anregungen blieben einige Stühle im Fuldataler Forum leer.

Vom etwas schleppenden Beginn der Maßnahme ließen sich weder die knapp 20 Besucher noch Kämmerer Manfred Ludewig sowie Bürgermeisterin Anne Werderich entmutigen. „Wir sind froh um jeden Vorschlag, der bei uns eingegangen ist“, betonte Ludewig. „Denn das zeigt, dass sich Fuldataler Bürger einbringen möchten.“

Die ganz großen Einsparpotentiale sieht Ludewig durch die eingebrachten Empfehlungen zwar nicht. Vielmehr handele es sich oft um Anliegen, die eher dem traditionellen Bürgerscheck zugeordnet werden müssten. Dennoch: „Es ist gut, dass sich Menschen Gedanken über das Allgemeinwohl machen“, so der Kämmerer.

Besucher Karl-Georg Schäfer war einer dieser Engagierten. „Bereits 1970 habe ich im Parlament angeregt, die Straßenbeleuchtung technisch so auszustatten, dass sich jede zweite Laterne ausschalten lässt. Die Energieeinsparung durch diese Maßnahme ist immens. Vielleicht gelingt sie jetzt im Rahmen des Bürgerhaushalts“, so der Mann aus Wilhelmshausen.

Um Mehreinnahmen hinsichtlich des Schwimmbads hatte sich Edelgard Behrje-Lieberknecht Gedanken gemacht. „Es ist wichtig, dass nicht an der falschen Stelle gespart wird. Das Schwimmbad muss bleiben, daher plädiere ich für veränderte Öffnungszeiten. Bei schönem Wetter könnte das Bad schon im April öffnen, hätte dadurch Alleinstellungsmerkmal und würde mehr Besucher anziehen“, vermutete die Schwimmerin der SSG Fuldatal.

Von den 19 Vorschlägen erachtete Ludewig mit den Themen Schwimmbad, Straßenbeleuchtung, behindertengerechte Umgestaltung der Niedervellmarschen Straße sowie Veränderung des Mitteilungsblatts „Fuldatal aktuell“ lediglich vier als haushaltsrelevant.

„Alle Vorschläge werden durch den Gemeindevorstand zur Kenntnis genommen und zur weiteren Beratung an die Gemeindevertretung verwiesen. In den entsprechenden Ausschüssen wird über die Anregungen beraten. Danach erfolgt die Einarbeitung in den beschlossenen Haushaltsplan“, erklärte Ludewig die weitere Vorgehensweise.

Von Martina Sommerlade

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