Geschichtsverein Helsa zeigte Hochzeitsfotos von Bewohnern des Ortes im Rathaus

Früher in Schwarz, heute ganz in Weiß

Haben Sie ihn erkannt? Das Hochzeitsfoto zeigt Landrat Uwe Schmidt, der aus Helsa stammt, und seine Ehefrau Monika. Foto: privat/nh

HElsa. Mit ernsten Gesichtern schauen Georg und Charlotte Herwig in die Kamera. Das Schwarz-weiß-Foto zeigt ein Helsaer Brautpaar aus dem Jahr 1863. Steif und starr, in dunkler Kleidung, ohne ein Lächeln blicken sie geradeaus.

Eine Ausstellung mit über 150 Fotos zeigten die Mitglieder des Geschichtsvereins Helsa. Und so ernst die Hochzeitsbilder noch bis 1920 wirken, umso fröhlicher werden die jüngeren Exemplare. Verliebte Blicke, zärtliche Umarmungen und Lachen dominieren bis ins Jahr 2013. „Mit dieser Ausstellung wollten wir die Menschen in unserer Gemeinde zeigen“, sagt Vereinsvorsitzender Gerd Vogelsang. Monatelang sammelten er und die anderen Mitglieder Fotos. „Als Geschichtsverein sind wir natürlich vor allem an sehr alten Exemplaren interessiert.“ Eine Frage stellten viele Besucher: Warum waren die Hochzeitskleider früher schwarz? Erklären kann das Gerd Vogelsang auch nicht, aber es war eben so.

Tolle Resonanz

Und so tasteten sich die Besucher der Ausstellung durch die Jahrhunderte und blieben vor allem vor den eigenen Fotos hängen. „Wer ist das denn?“, „Guck doch mal, wie es damals ausgesehen hat!“ und „Wir haben die Bilder damals noch in Kassel machen lassen“, schnuddeln die Helsaer durcheinander.

Gerd Vogelsang ist zufrieden: „Genau das wollten wir ja erreichen: Dass die Menschen ins Gespräch kommen. Alle zwei Jahre organisieren wir eine Ausstellung zu den verschiedensten Themen.“

Neben Godelkissen, Silberkränzen und Hochzeitsbändchen gab es auch modernere Kleider zu sehen.

Von Anthoula Grigoriadou

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