Früherer Kreisbeigeordneter Oswald Schröder (SPD) mit 84 Jahren gestorben

Gestorben: Oswald Schröder war von 1975 bis 1993 hauptamtlicher Kreisbeigeordneter und zuvor Bürgermeister von Wolfhagen. Foto:  Landkreis Kassel/nh

Kreis Kassel/Wolfhagen. Als hauptamtlicher Kreisbeigeordneter bestimmte Oswald Schröder fast zwei Jahrzehnte maßgeblich die Politik im Landkreis Kassel mit. Jetzt ist der Sozialdemokrat im Alter von 84 Jahren in seiner Heimatstadt Wolfhagen gestorben.

Schröder habe „die Entwicklung unserer Region maßgeblich mitgeprägt“, sagte Landrat Uwe Schmidt (SPD) in seiner Würdigung. Für seine Verdienste war Oswald Schröder mit dem Ehrenschild in Gold des Landkreises Kassel ausgezeichnet worden.

Als Kreisbeigeordneter (1975 bis 1993) galt sein besonderes Engagement den Bereichen Soziales, Jugend und Gesundheit. Er kümmerte sich um die Entwicklung der Kreiskrankenhäuser, um die Freizeiteinrichtungen und brachte die Wirtschaftsförderung voran.

Oswald Schröder hatte das Verwaltungsgeschäft von der Pike auf gelernt: Nach seiner Lehre im Rathaus seiner Geburtsstadt Bad Arolsen arbeitete er dort als Angestellter. 1955 wechselte er zum Regierungspräsidium nach Kassel.

Politiker wurde Schröder 1960, als er erstmals zum Bürgermeister der damaligen Kreisstadt Wolfhagen gewählt wurde. Verwaltungschef blieb er dort bis zu seinem Wechsel auf den Posten des Kreisbeigeordneten im Jahr 1975. Dem Kreistag gehörte er von 1972 bis 1975 an.

Der Sozialdemokrat engagierte sich auch in großem Umfang ehrenamtlich, unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz, der Stiftung Altersheim Wolfhagen und der Philippstiftung Immenhausen. Überdies war Schröder Gründungsmitglied des Vereins Deutsche Märchenstraße. Den europäischen Gedanken förderte der SPD-Kommunalpolitiker durch sein Wirken in der Europa-Union. (ket)

Die Trauerfeier für Oswald Schröder mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, 10. Juli, 11 Uhr von der Friedhofskapelle Wolfhagen aus statt.

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