Tunnel Hirschhagen soll ab März 2013 gebaut werden

A 44-Baustelle bei Helsa: Bis ins Frühjahr tut sich nichts

Helsa. Autofahrer auf der B 7 bei Helsa brauchen auch in den kommenden Monaten gute Nerven. Denn die A 44-Baustelle in Höhe der Waldhofkurve – mit verengten Fahrspuren und Tempo 60 – wird weiter bestehen bleiben. Das Ärgerliche daran: Dort wird seit Monaten gar nicht gebaut.

An diesem Zustand wird sich laut Horst Sinemus, Sprecher der Planungsbehörde Hessen Mobil, auch bis ins Frühjahr 2013 nichts ändern. Frühestens im März oder April, also in fünf Monaten, werden die Bauarbeiten für den Tunnel Hirschhagen beginnen, sagte Sinemus auf Nachfrage.

A 44-Baustelle bei Helsa: Bis ins Frühjahr tut sich nichts

Autofahrer und Anwohner ärgern sich über eine Baustelle, die nur aus Warnbaken und Fahrbahntrennern besteht.

„Seit Monaten tut sich hier nichts“, stellt auch Helsas Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) fest. Er halte es nicht für sinnvoll, wenn dies über den Winter so bleibe. „Man könnte das relativ einfach beiseiteräumen“, sagt der Bürgermeister.

Das lehnen die Planer von Hessen Mobil jedoch ab. Es käme schlicht zu teuer, meint Sinemus, die vorübergehende Beseitigung der Spurverengungen würde mehrere Zehntausend Euro kosten.

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Er gehe davon aus, dass im Frühjahr an der Waldhofkurve die Baustelle für den Tunnel Hirschhagen eingerichtet wird. An dem jetzigen B 7-Parkplatz wird der mit 4,1 Kilometern längste hessische Straßentunnel beginnen.

Der europaweit ausgeschriebene Auftrag für den Tunnelbau in Höhe von 250 Millionen Euro sei noch nicht vergeben, dies solle zum Jahresanfang 2013 geschehen – vorausgesetzt es gibt keine Verzögerungen wie bei der Vergabe des A 44-Tunnels Küchen bei Hessisch Lichtenau. Hier hatte ein unterlegenes Bauunternehmen gegen die Vergabe geklagt und damit monatelang für Stillstand gesorgt.

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Nicht im Zeitplan liegt man bereits jetzt auch beim Tunnel Hirschhagen. Nach früheren Ankündigungen des damals noch zuständigen Amts für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) hatten die Tunnelarbeiten bereits im Sommer 2012 beginnen sollen. Hessen-Mobil-Sprecher Sinemus will nur von einem Rückstand von zwei, drei Monaten sprechen.

Grund für die Verzögerungen seien organisatorische Abstimmungen mit dem Bund gewesen. Der stellt das Geld für den Autobahnbau bereit. Weil sich der Tunnelbau über mehrere Jahre hinzieht, mussten sogenannte Verpflichtungsermächtigungen in den Bundeshaushalt eingestellt werden, die die Finanzierung auch in den Folgejahren sichern. „Das haben wir zu optimistisch eingeschätzt“, sagt Sinemus, „das hat länger gedauert.“ Die Finanzierung des Projekts durch den Bund sei aber gesichert. „Das Geld steht bereit.“

Vor dem Beginn der Tunnelarbeiten muss Platz geschaffen werden für Maschinen, Container und Baubüros. Dies wird auf dem Parkplatz Waldhofkurve geschehen.

Wo die Tunnelbauer wohnen werden, das sei noch nicht klar, sagt Sinemus. Das hänge von der Baufirma ab; an manchen Baustellen wohnten die Arbeiter in Containern vor Ort, an anderen würden sie in angemieteten Zimmern und Ferienwohnungen untergebracht.

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