Straße zwischen Heiligenrode und Nieste: Autofahrer halten Arbeiten für dilettantisch

Frust wegen Flickwerk

Es rumpelt vernehmbar: Autofahrer spüren genau, an welchen Stellen die Straße geflickt wurde. Nach Auskunft des Kreises wird die Füllmasse im Laufe der Zeit eingedrückt und die Oberfläche der Fahrbahn wieder eben. Fotos: Ketteritzsch

Niestetal / Nieste. Die Probefahrt liefert den Beweis: Wer mit dem Auto über die schwarzen Flicken auf der Kreisstraße zwischen Heiligenrode und Nieste rollt, der spürt deutlich, dass die Fahr- bahn ausgebessert wurde. Und zwar so deutlich, dass sich in den vergangenen Tagen gleich mehrere Autofahrer an die HNA wandten und ihrem Unmut über den Zustand der Straße Luft machten.

Beim Überfahren der schwarzen Flicken rumpelt es nämlich vernehmbar. Der Grund: Die teilweise mehrere Quadratmeter großen Flächen aus sogenanntem Heißmischgut ragen deutlich über das Niveau der übrigen Fahrbahn hinaus. Das Gerumpel müssen die Autofahrer auf einer Länge von fast vier Kilometer ertragen: Die Flicken reichen vom Ortsausgang von Heiligenrode bis kurz vor die Zufahrt zur Jugendburg Sensenstein.

Er könne sich nicht erklären, wie man die Fahrbahndecke so habe ruinieren können, meint ein Mann aus Nieste, der regelmäßig dort unterwegs ist. Er spricht von einer „dilettantischen Ausbesserung“.

In der Tat wirkt die Ausführung nicht sonderlich professionell. Die Flicken, die die Frostschäden aus dem vergangenen Winter überdecken, haben keine sauberen Kanten. Stattdessen wirkt die schwarze Masse wie hingeklatscht. Dass es auch anders geht, zeigen die Ausbesserungsarbeiten aus früheren Jahren. Die inzwischen verblassten Flicken sehen akkurater aus.

Dass die Straße an den geflickten Stellen höher ist, darin sieht man beim Landkreis Kassel kein Problem. Beim Überfahren der Flächen - insgesamt wurde die Straße an 25 Stellen geflickt - werde die Füllmasse insbesondere bei hohen Temperaturen wie in diesen Tagen eingedrückt, sagte Verwaltungssprecherin Ute Jäger auf Anfrage. Dadurch entstehe eine ebene Fläche. Ausgeführt wurden die Arbeiten - Kostenpunkt: 1000 Euro - nach Angaben Jägers von der Straßenmeisterei Espenau. Sie kümmert sich um den Unterhalt der Kreisstraßen. Verantwortlich sei der jeweilige Kolonnenführer. Eine Abnahme durch den Landkreis gibt es laut Jäger nicht. HINTERGRUND / KOMMENTAR

Von Peter Ketteritzsch

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