Breitenbacher Jäger Klaus Lengemann fing das möglicherweise kranke Tier mit einer Falle

Breitenbacher Jäger fing Fuchs mit Falle

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Für die Gemeinde aktiv: Jäger Klaus Lengemann fing den Fuchs mit einer Falle.

Schauenburg. Ein Fuchs sorgte in den vergangenen Tagen in Breitenbach für Aufruhr. Immer wieder wurde der heimische Räuber von Anwohnern in Gärten und auf Straßen gesichtet. Mittlerweile wurde das Tier mit einer Falle gefangen.

Acht Hühner habe der Fuchs auf einem Privatgrundstück gerissen, berichtet der Breitenbacher Jagdberechtigte Klaus Lengemann.

Am Dienstag wurde Lengemann vom Ordnungsamt der Gemeinde informiert. Seit einigen Tagen werde ein ausgewachsener Fuchs in der Ortslage gesichtet, schrieb die Behörde. Das sei problematisch, beispielsweise im Bereich des Kindergartens Heinrichstraße.

In der Tat bringen Füchse laut Lengemann Gefahren mit in Wohngebiete. In Hessen gebe es zwar aktuell keinen Fall von Tollwut, sagt der Jäger, der Fuchsbandwurm sei aber weiterhin ein Thema. „Das ist ein ganz gefährliche Sache.“

Da der Fuchs ein Kulturfolger ist, sei es nicht ungewöhnlich, dass dieser immer wieder in Wohngebieten auftauche, erläutert der 53-Jährige. „Genauso ist das bei Waschbären.“ Vor allem kranke Tiere versuchten, sich auf einfachem Weg in Wohngebieten Nahrung zu besorgen.

Der Jäger geht davon aus, dass der Fuchs ebenfalls krank gewesen sei. „Er hat gewisse Auffälligkeiten gezeigt“, sagt er.

Schneller Erfolg

Da Lengemann in Breitenbach wohn, konnte er schnell tätig werden. Die Gemeinde stellte dem Jäger eine Lebenfalle zur Verfügung. Mit einem Köder bestückt stellte er diese im Bereich des Hauses auf, an dem das Raubtier zuvor die Hühner getötet hatte. Schon am selben Abend – im Fernsehen lief gerade das Länderspiel Deutschland-Holland – habe die Bewohnerin angerufen, berichtet Lengemann. „Es war gerade das 2:0 für Deutschland gefallen.“

Der Jäger holte daraufhin gemeinsam mit einem Jagdkollegen die Falle ab. „Wir haben den Fuchs anschließend aus der Ortslage entfernt“, wie er es beschreibt.

Von Sven Kühling

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