Schüler der Ernst-Abbe-Schule lernten den Umgang mit neuen Sportgeräten

Führerschein fürs Rollbrett

Schüler der Sport-AG mit den alten und neuen Rollbrettern: (hintere Reihe von links) Marie Langefeld, Alina Berg, Nick Schäfer, Rene Maurice Möller sowie (Mitte, in den Kästen, von links) Vanessa Berg, Maximilian Döring, Dorian Würden, Mostafa Abo Al Haijaa und Emelie Ampf sowie (vorne, von links) Willy Schäfers und Hyoshin An . Foto: Habich

Kaufungen. Kreuz und quer sausen die Erst- und Zweitklässler auf den neuen Rollbrettern durch die Halle. Sie liegen bäuchlings darauf und nehmen jedesmal ordentlich Schwung auf, wenn sie sich mit den Armen vom Boden abstoßen.

Bewegung macht „irre Spaß“

Zehn neue Bretter wurden für die Sport-AG der Ernst-Abbe-Grundschule in Kaufungen angeschafft, 500 Euro gab es dafür vom Projekt „Kinder für Nordhessen“, das die HNA ins Leben gerufen hat. Die Sport-AG wird unterstützt, um Bewegungsmangel bei Kindern vorzubeugen. Mit den Rollbrettern zu fahren, mache den Kindern zum einen „irre Spaß“, sagt Petra Dittmar, sie ist Übungsleiterin fürs Kinderturnen beim SV Kaufungen 07 und leitet die Sport-AG.

Die Kinder schulen dabei außerdem ihren Gleichgewichtssinn, denn die Rollbretter werden durch die Verlagerung des Körpergewichts gelenkt.

Da ist es passiert: Ein Zweitklässler hat nicht aufgepasst und ist mit einer Mitschülerin zusammengestoßen. Sportlehrer Wolfgang Giesler nimmt ihn beiseite und fragt streng: „Wer war schuld? Immer der, der von hinten kommt, oder?“ Weil die Rollbretter so schnell sind, macht Giesler mit den Schülern einen „Rollbrettführerschein“, bei dem er den Kindern wichtige Regeln beibringt, zum Beispiel die, immer genügend Abstand zu halten. Bei den älteren Modellen der Rollbretter konnte es schon mal zu Verletzungen gekommen, etwa, wenn die Kinder mit den Händen in die Rollen gegriffen haben.

Bei den Neuanschaffungen sind die Rollen deshalb mit Plastik verkleidet. Was ist noch anders an dem neuen Modell? Es ist schneller, sind sich die Kinder einig. Zusätzlich zu den Brettern hat die Schule einen Wagen gekauft, in dem die Bretter aufbewahrt werden. Damit ist auch ein weiteres Problem gelöst: „Aus Platzgründen mussten wir die Bretter bisher im Lehrerklo der Turnhalle lagern“, sagt Giesler.

Von Irene Habich

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.