Mindestens fünf Elektroautos bis Ende 2018

Der Fuhrpark im Kasseler Landratsamt wird elektrisch

+
Die Nachfrage steigt: Die Gläserne Manufaktur in Dresden, wo derzeit der E-Golf gebaut wird, hat jüngst die Kapazität von 36 auf 72 Fahrzeuge am Tag erhöht. Das Bild zeigt eine Reihe von E-Golfs bei der Kontrolle im so genannten Lichttunnel in der sächsischen Fabrik.

Kreis Kassel. Bis Ende 2018 wird der Landkreis Kassel fünf Elektroautos in seinem Fuhrpark haben.

Davon geht Kreissprecher Harald Kühlborn derzeit fest aus. Immer wenn ein Leasing-Vertrag für ein Auto der Kreisverwaltung auslaufe, werde ein Elektroauto – entweder ein VW E-Golf oder ein E-Up – bestellt, sagt er.

Derzeit hat die Kreisverwaltung drei Autos mit der umweltfreundlichen Antriebstechnik in ihrem Fuhrpark. Ein viertes Fahrzeug sei bestellt, berichtet Kühlborn. Bis Ende 2018, so sieht es jedenfalls ein Beschluss des Kreisparlamentes auf Antrag der Grünen vom September vor, werde man die Anzahl von fünf erreichen, betont der Kreissprecher. Er gehe sogar davon aus, dass es dann schon mehr sein werden.

Seit geraumer Zeit setzt das Landratsamt auf die E-Mobilität. Seit dem Beschluss seien bis auf eine Ausnahme ausschließlich E-Fahrzeuge bestellt worden. Dass es bei Volkswagen zu Lieferengpässen komme, wie es kürzlich mal aus den Reihen des Kreistages anklang, das kann Kühlborn nicht bestätigen. Ihm seien keine Lieferprobleme seitens des Herstellers bekannt.

Heiko Hillwig, Sprecher im Baunataler VW-Werk, kann derzeit nur die Lieferzeiten für Werksangehörige ermitteln. Für einen E-Golf liege die bei etwa sechs Monaten, bei einem E-Up bei etwa vier Monaten. Er gehe davon aus, dass die Zeiten für den Normalkunden ähnlich seien, sagt Hillwig auf Anfrage.

Längere Wege zum Strom

Wer mit Elektroautos fährt, muss natürlich auch immer die Möglichkeit zum Stromtanken im Blick haben. Das ist für die Kreisverwaltung besonders knifflig, weil es ja Außenstellen in Hofgeismar, Wolfhagen und im Kasseler Kulturbahnhof gibt sowie eine Integrationsstelle für Flüchtlinge in Fuldabrück. Da muss man längere Fahrten einkalkulieren und überlegen, ob die Reichweite der Autos dafür geeignet ist.

Deshalb habe man zum Ausbau der Infrastruktur einen Antrag auf finanzielle Förderung bei der Hessen Agentur gestellt, berichtet Kühlborn. Damit sei die Planung und Installation einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Ladeinfrastruktur verbunden. Einen Zuschlag habe der Landkreis allerdings noch nicht, deshalb könne man derzeit noch nicht absehen, wo genau Ladesäulen installiert werden. Alle Außenstellen müssten angeschlossen sein sowie der Kulturbahnhof, sagt der Sprecher. Dort gebe es schon eine Ladestation für Fahrzeuge der Bahn. „Wir wollen aber natürlich eigenständige haben.“

Auch die Stadt Baunatal arbeitet gemeinsam mit der Stadt Borken und der Gemeinde Reinhardshagen an einem Konzept zur E-Mobilität für ganz Nordhessen. Dabei geht es unter anderem um den Aufbau einheitlicher Ladestationen an den für die Nutzer geeigneten Orten. Auch die richtige Variante einer Ladestation soll entwickelt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.