Gemeinde Fuldatal saniert letztes R1-Teilstück bis Oktober 2016

Fulda-Radweg R1: Ausbau beginnt im März

Schlammpiste Fulda-Radweg: Das Teilstück zwischen Kragenhöfer Brücke und Schocketal ist immer noch in miserablem Zustand. Im März 2016 soll auch dieses letzte Teilstück des R1 ausgebaut werden. Archivfoto: Rogge-Richter

Fuldatal. Tourenradler können aufatmen: Spätestens im Oktober 2016 wird das letzte Teilstück des Fulda-Radweges R1 zwischen Kragenhöfer Brücke und Schocketal auf Fuldataler Grund fertig ausgebaut sein.

Noch gleicht das rund 2,5 Kilometer lange Wegstück – vor allem nach Regen – einer löchrigen Schlammwüste. Nach dem Ausbau wird sich der Lückenschluss jedoch nahtlos an das bereits fertiggestellte rund fünf Kilometer lange Radwegstück auf Kasseler Seite zwischen Landhaus Meister und Eisenbahnbrücke anschließen.

„Die Finanzierung steht“, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). 735.000 Euro kostet das Gesamtvorhaben. Darauf entfallen 627.000 Euro auf die reinen Baukosten. Sie werden zu 80 Prozent vom Land übernommen. Die Planungskosten in Höhe von 108.000 Euro werden mit 35.000 Euro vom Landkreis gefördert. Den Rest – 198.400 Euro – stemmt die Gemeinde.

„Derzeit stecken wir in der Vorbereitung des Bauablaufs“, sagt Schreiber. Sobald Ende November der Förderbescheid des Landes da sei, könne die Ausschreibung beginnen.

Schon im Januar sollen die Gehölzarbeiten entlang des R1 beginnen. „Einige Bäume und Büsche werden weichen“, sagt Schreiber, „allerdings längst nicht in dem Umfang wie auf Kasseler Seite.“ Im März beginnen dann an einigen Stellen Erdarbeiten.

Platz für neue Piste

Ziel ist Platz zu schaffen für die neue Asphalt-Piste. Sie wird durchgängig drei Meter breit sein – mit jeweils einem halben Meter Bankette auf jeder Seite. Steile Hangbereiche werden auf etwa 170 Metern Länge mit Gabionen gesichert.

Erneuert wird im gleichen Zuge auch die Holzbrücke Mühlbach nahe dem Schiffsanleger. Das 8,66 Meter lange und 3,26 Meter breite Bauwerk wird als Fertigteil angeliefert und bereits im Sommer 2016 auf die Brückenköpfe gesetzt.

„Bei den Arbeiten wird eine Sperrung der Fuldatalstraße – so wie jetzt beim Ausbau des Kasseler R1-Abschnitts – nicht in dem Umfang notwendig sein“, sagt Schreiber, „schon gar nicht während der Wintermonate.“ Insgesamt könne der Baustellenverkehr gut über den Radweg abgewickelt werden, ohne dabei die Radfahrer stark zu behindern. Lediglich im Sommer zur Radler-Hochsaison sei eine Sperrung der Fuldatalstraße zur Umleitung der Radfahrer noch einmal denkbar.

30.000 Radwanderer

Mit dem Lückenschluss zwischen Kragenhöfer Brücke und dem Schocketal wird der Fulda-Radweg R1 im Bereich Kassel und Landkreis erstmals komplett ausgebaut sein. Rund 30.000 Radwanderer nutzen den R1 jährlich. Der Ausbau des letzten Teilstücks bei Fuldatal hatte sich lange hinausgezögert, weil es zum Streit zwischen der Gemeinde und dem Land wegen der Kostenübernahme gekommen war.

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