74 Interessenten werden jetzt abtelefoniert

Baugebiet Goldene Aue: Nur noch fünf Grundstücke frei

+
Baugebiet auf der Zielgeraden: In der „Goldenen Aue“ wird auch an kalten Wintertagen an den Neubauten gearbeitet. Links sind die beiden Reihenhauszeilen zu sehen, die für den dritten Bauabschnitt charakteristisch sind. 

Fuldabrück. Den kommenden Herbst werden die Bewohner des letzten Abschnitts des Baugebiets Goldene Aue in Dörnhagen wohl komfortabler erleben als in den vergangenen Jahren. Sie haben dann mehr Licht, die Bürgersteige sind keine huppeligen Schotterwege mehr und der Baulärm dürfte abgeebbt sein.

In Kürze sollen die Bagger für den Endausbau rollen. Bis zum Sommer soll die endgültige Erschließung erledigt sein. Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) zieht eine positive Bilanz: Er schätzt, dass die Gemeinde bei der Erschließung kostenmäßig ohne Minus hinkommt.

Mehr Einkommenssteuer

Die neuen Einwohner sorgten daneben für einen höheren Anteil Fuldabrücks an der Einkommenssteuer. Der Abschluss des Baugebiets bedeutet für die Gemeinde Fuldabrück aber auch eine Zäsur: Nach einem etwa zwei Jahrzehnte dauernden Bau-Marathon am Ortsrand von Dörnhagen in der Goldenen Aue sind die Baulandreserven weitgehend erschöpft. Weitere großflächige Baugebiete seien im Regionalplan und im Flächennutzungsplan nicht vorgesehen, sagt Bürgermeister Dieter Lengemann. Nur in Dennhausen/Dittershausen sei eine kleine Erweiterungsfläche möglich.

Sahnehäubchen für Naturbewusste: Am Rand des Baugebiets hat die Gemeinde auf einer Ausgleichsfläche ein Biotop angelegt, den sogenannten Himmelsteich. In der warmen Jahreszeit ein Paradies für Amphibien und Insekten.

Das wird eine Reihe von Bauwilligen traurig stimmen. Denn längst nicht alle von ihnen kamen zum Zuge. Nur noch fünf der 83 Grundstücke im Baugebiet seien frei, berichtet Mitarbeiterin Michaela Beine. Sie telefoniert jetzt die noch lange Warteliste von 74 Interessenten ab.

300 Bewohner

An die 300 Menschen werden am Ende im dritten Bauabschnitt am Waldrand wohnen, in Einfamilienhäusern oder den zwei Zeilen von Reihenhäusern, die von Bauträgern errichtet wurden. „Wir hatten einen großen Zuzug aus Kassel“, berichtet Bauabteilungsleiter Dirk Widmer.

Den leer ausgehenden Bauinteressenten kann er auch wenig Hoffnung für die Suche im Ortskern machen. „Auch bei den Altbauten geht alles weg“, sagt er.

Die lange, etappenweise Erschließung der Goldenen Aue war der beständig hohen Nachfrage nach Bauplätzen in Dörnhagen geschuldet. Die Gemeinde ist wegen ihrer guten Infrastruktur und der guten Anbindung an Kassel sehr beliebt. Das lasse sich Fuldabrück aber auch etwas kosten, sagt Lengemann: Man gebe allein 230 000 Euro für die Busverbindungen aus. Und der Zuzug vieler junger Familien verursacht weitere Kosten: Der Bedarf an Kita- und Krippenplätzen nimmt zu. Auch die Tagesmütter seien schon ausgelastet, sagt Lengemann. Dieses Frühjahr wird die Gemeindevertretung die Weichen für eine Erweiterung stellen. Dafür soll ein Grundstück hinter der Kita angekauft werden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.