Schrauben defekt: Eine Fahrspur dicht

Bergshäuser Brücke: Vor dem Abriss wird noch saniert 

Fuldabrück. Die Bergshäuser Brücke der Autobahn 44 muss vor ihrem Abriss noch einmal saniert werden.

Dies sei notwendig, damit die rund 45 Jahre alte Stahlkonstruktion bis zum Neubau des Fulda-Übergangs genutzt werden könne, sagte Autobahnplaner Reinhold Rehbein von der Straßenbaubehörde Hessen Mobil gegenüber der HNA.

Die Kosten für die Sanierung beziffert der Experte mit rund einer Million Euro. Die Arbeiten würden frühestens 2016 beginnen. Nach Auskunft Rehbeins müssen Verbindungen zwischen den von einer bis zu sechs Zentimeter hohen Bitumenschicht überzogenen Stahlplatten der Fahrbahn und dem Unterbau neu verschweißt werden.

Um Erschütterungen beim Schweißen zu vermeiden, werden Lastwagen während der Bauarbeiten von der Brücke verbannt. „Es wird eine Lastbeschränkung geben“, sagte Rehbein. Vor sieben Jahren waren die Verbindungen schon einmal erneuert worden.

Aktualisiert um 18 Uhr.

Unterdessen prüfen die Planer von Hessen Mobil weiter zwei Standorte für den Neubau der Bergshäuser Brücke: den Standort an gleicher Stelle sowie einen Standort südlich des heutigen Übergangs ungefähr in der Mitte zwischen den Fuldabrücker Ortsteilen Dennhausen / Dittershausen und Bergshausen. „Die Abwägung läuft“, sagte Hessen-Mobil-Planer Ralf Struif gegenüber dieser Zeitung. Er geht davon aus, dass noch in diesem Jahr die Entscheidung für eine der beiden Varianten fallen wird.

Struif verwies darauf hin, dass für die Verwirklichung der südlich versetzten Brückenvariante das Südkreuz Kassel umgebaut werden müsse.

Dadurch wäre diese Variante „deutlich teurer“. In der Abwägung würden aber nicht nur die Baukosten berücksichtigt, stellte der Planer klar.

Jahre gehen ins Land 

Ganz gleich, ob die neue Autobahnbrücke an der bekannten Stelle oder südlich versetzt errichtet wird: Bis die ersten Fahrzeuge über das rund 70 Millionen Euro teure Bauwerk rollen, wird noch viel Wasser die Fulda herunterfließen.

Eine Entscheidung Ende 2015 vorausgesetzt, wird die Brücke laut Planer Rehbein frühestens nach sieben bis acht Jahren stehen. Realistischer seien allerdings zehn Jahre. Nach der Entscheidung für eine der beiden verbliebenen Varianten werden die Betroffenen angehört. Dann folgt das Planfeststellungsverfahren. Gegen den Beschluss kann geklagt werden. Sind die Brückenpläne juristisch in trockenen Tüchern, kann der Bau beginnen.

Schrauben an Bergshäuser Brücke gebrochen

Hintergrund: Eine Fahrspur dicht

Auf der Bergshäuser Brücke steht in Fahrtrichtung Osten ab sofort für mindestens eine Woche nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Die rechte Spur ist gesperrt. Es seien erneut Befestigungsschrauben an einer Stahlübergangsplatte gebrochen, sagte Gerd Bohne, Sprecher von Hessen Mobil, am Freitag. Die Schäden sollen umgehend behoben werden. Bereits im vergangenen Jahr waren Schrauben an der über 50 Jahre alten Brücke gebrochen.

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