Buch des Heimat- und Geschichtsvereins Fuldabrück wird am Donnerstag vorgestellt

Dörnhagen im Lauf der Zeit

Heimatforscher bei der Arbeit: Hans Köhler (von links), Klaus Bicker, Gerhard Meil, Rolf Mell, Reinhold Siebert und Lothar Bubenheim. Foto: Büntig

Fuldabrück. Der Heimat- und Geschichtsverein Fuldabrück hat ein Buch über Dörnhagen im Wandel der Zeit herausgegeben. Am Donnerstag, 9. April, wird es im Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt.

Zunächst hatte sich sich Gerhard Meil für die eigene Ahnenforschung interessiert, darauf aufbauend beschäftigte er sich immer intensiver mit der Geschichte seines Heimatortes Dörnhagen. Dass daraus ein solch umfangreiches Werk wie das nun fertig gestellte Buch „Dörnhagen im Wandel der Geschichte“ werden würde, hat er nicht erwartet.

„Aus einer kleinen Idee wurde im Laufe der Zeit immer mehr, interessante Recherchen ergaben schlussendlich eine umfassende Chronik über die Menschen und ihre Häuser bis zurück ins Jahr 1650“, sagte der gebürtige Dörnhagener der HNA.

Zahlreiche Archivbesuche, das aufwendige Übersetzen der altdeutschen Schrift sowie Gespräche mit zahlreichen alteingesessenen Familien und die Suche nach alten Fotos und Dokumenten im Privatbesitz beschäftigten ihn mehr als 18 Monate.

Nach Vorlage seines Manuskriptes begann für weitere Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins die Arbeit: In den vergangenen neun Monaten wurden die Daten gesichtet und überarbeitet, das Layout erstellt, Korrekturen gelesen – und Sponsoren gesucht, um das Buch zu einem akzeptablen Preis anbieten zu können.

Auf das Ergebnis können die Mitglieder des Vereins stolz sein, sie bieten der Bevölkerung eine komfortable und hochinteressante Möglichkeit, sich mit der eigenen Vergangenheit und Geschichte ihrer Heimatgemeinde auseinanderzusetzen.

Und wer nicht wie die alteingesessenen Dörnhagener seine eigene Familien- und Hausgeschichte findet, kann eine Menge über die Entstehung und Entwicklung der Ortschaft erfahren.

Wann wurde die erste Wasserleitung gelegt, seit wann ist Dörnhagen ans Stromnetz angeschlossen? Interessant ist sicher auch die Strafliste etwa aus dem Jahr 1900. So wurde zum Beispiel das Ausleeren des Hausabtritts in der Mittagszeit mit 1,50 Mark, ungebührliches nächtliches Lärmen auf der Dorfstraße mit 2,50 Mark und Schütteln und Mitnehmen der Falläpfel am Weg mit fünf Mark bestraft.

Beiträge von weiteren Vereinsmitgliedern, insbesondere vom Vorsitzenden Rolf Mell, über das ungewöhnliche Grenzmal „Märkerstein“, über Zusammenleben und öffentliche Ordnung im Dorf um 1900 und Erinnerungen an den Brandweinkonflikt 1842 bis hin zur 700-Jahr-Feier 1954 sowie die Jugenderinnerung der Dorfhebamme Martha Buss (Tochter der Dorfhebamme Icke) – für jeden ist etwas Interessantes dabei.

Das gebundene, 280 Seiten starke Buch zum Preis von 14 Euro ist nun in der ersten Ausgabe erschienen. Es wird am Donnerstag, 9. April, ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Dörnhagen vorgestellt und verkauft.

Erhältlich ist die Chronik auch im Bürgerbüro des Fuldabrücker Rathauses, bei Rolf Mell (Tel. 0 56 65 / 33 28) und Gerhard Meil (Tel. 0 56 65 / 40 57 38).

Von Sabine Büntig

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