Serie seit dem Herbst 

Einbruchserie: In Dörnhagen geht die Angst um

Fuldabrück. Auf dem Gebiet der Gemeinde Fuldabrück haben die Einbrüche in Häuser und Wohnungen 2014 um 144 Prozent zugenommen.

Das geht aus der jetzt von der Polizei veröffentlichten Kriminalstatistik für Nordhessen hervor: In der Rubrik „Diebstahl unter erschwerten Umständen in / aus Wohnungen“ sind 44 Fälle erfasst. Im Jahr davor waren es lediglich 18 und damit 26 Fälle weniger. Die Aufklärungsquote ist bei null Prozent stehen geblieben. Vor drei Jahren konnten noch 7,7 Prozent und 2010 sogar 20 Prozent dieser Straftaten aufgeklärt werden.

Serie seit dem Herbst 

Noch völlig im Dunkeln tappt die Polizei bei einer Serie von sieben Einbrüchen und versuchten Einbrüchen im Ortsteil Dörnhagen. Die Serie begann im Herbst und gipfelt Ende Januar mit einem Diebstahl von wertvollem Schmuck und Münzen aus einem Wohnhaus. „Wir konnten in allen Fällen bisher keine konkreten Täterhinweise gewinnen“, sagte Polizeipressesprecher Thorsten Werner auf Anfrage der HNA.

Die Menschen in Fuldabrück, vor allem Anwohner in neueren Wohngebieten, sind zunehmend verunsichert und vorsichtiger geworden: „Viele unserer Nachbarn machen sich Gedanken, dass auch bei ihnen etwas passieren könne, lassen das Licht an oder bleiben einfach zu Hause“, sagte eine Bürgerin aus der Straße Habichtswald.

Auch die Fuldabrücker CDU reagierte kürzlich besorgt auf den Anstieg der Einbrüche und forderte, gemeinsam mit der Polizei über die Möglichkeiten für mehr Sicherheit in der Gemeinde zu beraten.

Rät den Bürgern vorzubeugen: Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD).

Als Serie habe er die Straftaten im Ortsteil Dörnhagen noch nicht wahrgenommen. Nach seinen Informationen liege Fuldabrück nach der Zahl der Wohnungseinbrüche aktuell im mittleren Bereich aller Standorte im Bereich des Polizeireviers Kassel-Ost, sagte Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD). Er bedaure die Entwicklung in Dörnhagen, vor allem im Hinblick auf die Betroffenen, sagte der Verwaltungschef gegenüber der HNA.

Lengemann betonte außerdem, dass er nach Hinweisen aus Dennhausen/Dittershausen schon im Januar mit der Polizei gesprochen habe.

Anschließend seien die Bürger öffentlich über den Schutz vor Einbrüchen in Wohnungen informiert worden.

Der Bürgermeister riet den Bürgern erneut zu mehr Eigenprävention und empfahl, auch die kostenlosen Sicherheits-Beratungen der hessischen Polizei, zum Beispiel im „Polizeiladen“ in Kassel, in Anspruch zu nehmen.

Mit dem Polizeirevier habe er jetzt vereinbaren können, so Dieter Lengemann weiter, dass ein Spezialist für diese Fragen während der nächsten Konferenz mit den Fuldabrücker Vereinen über den Schutz vor Einbrüchen referieren werde.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Rubriklistenbild: © dpa

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