Erster Schritt in deutsche Berufswelt

Flüchtling erhält Arbeitsvertrag bei Bauhof Fuldabrück

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Für die Pflege der Grünflächen in Fuldabrück zuständig: Samer Abuaabed (rechts) freut sich, dass er weiterhin mit seinem Kollegen Sascha Suski arbeiten darf.

Fuldabrück. Es sind glückliche Tage für Samer Abuaabed: Sein Asylantrag wurde anerkannt und bei der Gemeinde Fuldabrück wartet nun ein Beschäftigungsvertrag auf ihn.

Nachdem seine Arbeitsgelegenheit abgelaufen ist, darf der 46-jährige Syrer nun mindestens bis März 2017 beim Bauhof der Gemeinde bleiben und mit Kollegen den Winterdienst übernehmen. Seit Anfang Juli diesen Jahres arbeite Abuaabed beim Bauhof und zeige große Arbeitsbereitschaft, so Bauhofleiter Jörg Kuhaupt. Er sei ein engagierter und wertvoller Mitarbeiter. Bürgermeister Dieter Lengemann sagte, Abuaabed gehe mit gutem Beispiel voran und sei ein Vorbild für alle Menschen, die wie der 46-Jährige in einer Gemeinschaftsunterkunft leben.

Die Arbeitsgelegenheit sei der erste Schritt für Flüchtlinge in die deutsche Berufswelt. Danach folge ein Praktikum, das im besten Fall in ein Beschäftigungsverhältnis übergehe. „Abuaabed hat den zweiten Schritt, also das Praktikum, übersprungen und sich direkt für eine Beschäftigung qualifiziert“, freut sich Bijan Otmischi, Integrationsmanager vom Landkreis Kassel. Den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen sei wichtig, damit die Menschen hier Fuß fassen können.

Nach der Arbeit besuche Abuaabed, der in Syrien als Hausmeister arbeitete, in Kassel einen Deutschkurs. „Am Anfang war es mit der Verständigung schon etwas schwierig, aber das wurde immer besser. Und auch mein Englisch hat sich verbessert“, sagt Sascha Suski, Mitarbeiter des Bauhofs. Suski begrüße es, dass Abuaabed immer pünktlich ist und sich Arbeitsabläufe schnell abschaut. Abuaabed, der seit einem Jahr in Deutschland ist und seit Februar diesen Jahres in Fuldabrück-Bergshausen lebt, bedankte sich beim Bauhof, bei der Integrationsstelle und seinen Kollegen für die Unterstützung.

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