Früheres Backhaus Ranft in Dörnhagen ist wieder Thema

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Hässliche Fassade: Der Zustand des früheren Backhauses Ranft im Ortszentrum von Dörnhagen sorgt seit Jahren für Ärger. Nun fordert die CDU, dass die Gemeinde das Grundstück kauft, um hier eine neue Entwicklung zu ermöglichen.

Fuldabrück. Es ist seit Jahren ein Schandfleck im Ort: die Ruine des Backhauses Ranft an der Melsunger Straße in Dörnhagen. Die CDU fordert jetzt die Gemeinde auf, das Areal zu kaufen.

„Die hässliche Abrissfassade ist nicht weiter zu akzeptieren. Hier muss endlich etwas passieren“, schrieb jetzt CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Lange an die HNA.

Dieter Lengemann

Seine Fraktion im Gemeindeparlament unternimmt nun einen neuen Versuch, eine Lösung für das Grundstück in exponierter Lage in der Dorfmitte zu finden. In einem Antrag zur nächsten Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 15. Oktober (ab 20 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses) fordert die Union die Gemeinde auf, das Grundstück zu kaufen. Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) müsse in Verhandlungen mit dem Eigentümer eintreten.

„In Eigenregie handeln“

„Um endlich das Ortsbild von Dörnhagen an dieser Stelle zu verbessern, muss die Gemeinde in Eigenregie handeln können“, heißt es in der Begründung des Antrags von Fraktionschef Lange. Dies sei nur durch Ankauf des Grundstücks möglich.

Hans-Jürgen Lange

Solche Gespräche habe er schon seit Langem geführt, sagte Bürgermeister Lengemann gegenüber der HNA. „Natürlich habe ich den Ankauf des Backhauses auch schon ins Kalkül gezogen und bereits Kaufverhandlungen geführt“, so Lengemann. Allerdings seien die Kaufpreisvorstellung „so hoch, dass ich den Gremien einen Kauf bisher nicht vorgeschlagen habe“. Hinzu kämen die Kosten für den Abriss des noch stehenden Gebäudeteils. Dieser könne nach seiner Einschätzung nicht mehr saniert werden. „Mit dem Eigentümer stehe ich nach wie vor in regelmäßigem Kontakt, um Perspektiven zu entwickeln“, so Lengemann.

Der Bürgermeister könnte sich auf dem Grundstück „ein ganz normales Wohnhaus mit Mietwohnungen vorstellen“. Der Bedarf sei vorhanden, es gebe immer wieder Anfragen wegen Mietwohnungen an die Gemeinde.

Der Anblick des Ruinenhauses verärgert schon lange Anwohner und Geschäftsleute. Als besonders ärgerlich wird dabei empfunden, dass das hässliche Gebäude direkt neben dem neu gestalteten Dorfplatz liegt, auf dem viele Veranstaltungen stattfinden und die Dorfgemeinschaft ihre Feste feiert.

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