Vielfalt des dokumentarischen Films

Fuldabrück wird Standort für Bundesfilmfestival

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Mit Medaille und Sonderpreis: Brigitte Hülscher-Lippe und Norbert Lippe organisieren das Bundesfilmfestival im Bürgerhaus in Bergshausen. Zum Vergrößern anklicken.

Fuldabrück. Eine besondere Premiere findet am Wochenende nach Ostern in Fuldabrück statt. Vom 21. bis 23. April gibt es im Bürgerhaus in Bergshausen die ganze Vielfalt des dokumentarischen Films zu sehen. Erstmals wird Fuldabrück zum Standort des Bundesfilmfestivals Doku.

An den drei Tagen werden 43 Filme mit einer Gesamtspielzeit von 526 Minuten laufen. Die Filme, die zwischen drei und 20 Minuten lang sind, bieten ein großes Spektrum an Themen. Neben Familiendokumentationen gibt es auch Filme zu sehen, die Sportarten oder interessante Hobbys thematisieren – so wie beispielsweise im Film „Radrennbahn Singen – Oldtimer und mehr“.

Ausrichter der Veranstaltung ist der Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA) in Zusammenarbeit mit dem Film- und Videoclub Fuldabrück. Nach Fuldabrück geholt hat das Festival Norbert Lippe, der Vorsitzende des Landesverbands BDFA Hessen und Clubleiter des Fuldabrücker Film- und Videoklubs.

Viele Reisereportagen

Mit Medaille und Sonderpreis: Brigitte Hülscher-Lippe und Norbert Lippe organisieren das Bundesfilmfestival im Bürgerhaus in Bergshausen. Zum Vergrößern anklicken.

Ein großer Anteil der Wettbewerbsbeiträge seien Reisereportagen, verriet er im Gespräch mit der HNA. So werden unter anderem Reportagen über Teneriffa und La Palma gezeigt. „Schützenscheiben“ klinge auch interessant, sagte Brigitte Hülscher-Lippe, die Geschäftsführerin beim BDFA Hessen ist und die Veranstaltung gemeinsam mit ihrem Mann organisiert. Darin ginge es um das Porträt eines Schützenscheiben-Malers, sagte sie.

Wichtig für die Teilnahme ist, dass jeder Film eine Geschichte erzählt und nicht nur aneinandergereihte Bilder zeigt. „Ein roter Faden sollte den Film begleiten“, erklärte Norbert Lippe und betonte, dass auch gesellschaftliche und soziale Themen in den Beiträgen verarbeitet worden seien.

Fachjury diskutiert Filme

So wie in dem Studentenfilm „Imbiss“, in dem es um einen griechischen Familienimbiss auf Lesbos geht, in dem die einzigen Kunden ankommende Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten des mittleren Ostens sind. Nachdenklich stimmt auch „Meine Entscheidung“, in dem eine ältere Dame sich für den Verkauf ihres Hauses und den Einzug ins betreute Wohnen entscheidet.

Alle Filme werden von einer Fachjury öffentlich diskutiert. Fünf Juroren, die aus ganz Deutschland nach Fuldabrück kommen, bewerten dabei die Beiträge und entscheiden anschließend über die Vergabe von Teilnahmeurkunden, Bronze-, Silber- und Goldmedaillen.

Außerdem gibt es einen Sonderpreis und einen Publikumspreis, die beide am Sonntag von Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) und Landrat Uwe Schmidt (SPD) verliehen werden. „Wir sind sehr froh, dass wir das Bundesfilmfestival in Fuldabrück veranstalten können“, betonte Lippe. Das Bürgerhaus in Bergshausen biete gute Voraussetzungen für die Veranstaltung, zu der sich bereits 45 Übernachtungsgäste angemeldet hätten. Die Teilnehmer, die sich bereits alle im Vorfeld über Landesfilmfestivals für dieses Event qualifiziert haben und in Fuldabrück mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden, dürfen mit ihren Beiträgen zu den deutschen Filmfestspielen fahren, die vom 25. bis 28. Mai in Radolfzell am Bodensee stattfinden. 

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