Sieg mit 58,2 Prozent

Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) wurde für sechs Jahre wiedergewählt

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Glücklicher Gewinner: Der wiedergewählte Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) wurde am Sonntagabend von seiner Frau Gabi, Sohn Tizian und Tochter Sofia unterstützt.

Fuldabrück. Ab in die dritte Amtszeit: Dieter Lengemann (SPD), der seit zwölf Jahren Bürgermeister der Gemeinde Fuldabrück ist, wird es weitere sechs Jahre bleiben.

Das haben die Bürger der drei Ortsteile Dörnhagen, Dennhausen/Dittershausen und Bergshausen entschieden.

58,2 Prozent der Wähler haben das Kreuzchen für ihn gesetzt, das sind insgesamt 2724 Personen. Sein Herausforderer Carsten Marth, der als parteiunabhängiger Kandidat angetreten war, bekam 41,8 Prozent der Stimmen – 1958 wählten ihn. Ihm war vorab vonseiten der CDU und der UBF Unterstützung signalisiert worden.

Von 7314 Wahlberechtigten gaben 4714 (64,5 Prozent) ihre Stimme ab – laut Wahlleiter Achim Mihr ein hervorragendes Ergebnis. „Selbst für Bergshausen, wo im Vergleich zu den anderen Ortsteilen weniger Menschen wählen gingen, sind 57,5 Prozent richtig gut.“ Zum Vergleich: Bei der letzten Bürgermeisterwahl im Jahr 2011 wählten 54,8 Prozent der Wahlberechtigten, 2005 waren es 44 Prozent. Beide Male hatte Dieter Lengemann keinen Gegenkandidaten.

Viel los im Rathausfoyer

Nach der Entscheidung: Bürgermeisterkandidat Carsten Marth mit seiner Frau Bettina und den Kindern Jacob und Anna Lucia.

Bereits um 18 Uhr, mit Schließung der Wahllokale in den sieben Wahlbezirken, drängten sich Freunde und Unterstützer beider Kandidaten dicht an dicht im Rathausfoyer. Während Carsten Marth sich unter die Leute mischte, verfolgte Dieter Lengemann zusammen mit Familie und Parteifreunden die ersten Hochrechnungen aus seinem Büro. Für ihn hielten im Foyer zahlreiche Sozialdemokraten Stellung, darunter Landrat Uwe Schmidt, Landtagsabgeordneter Timon Gremmels, die Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck, die Europaabgeordnete Martina Werner sowie die SPD-Bürgermeister Michael Steisel (Söhrewald), Andreas Siebert (Niestetal) und der künftige Bürgermeister Michael Plätzer (Schauenburg). Erst kurz vor Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses kam Lengemann hinzu. 

Das Ergebnis? „Ich hatte es mir so vorgestellt, weil ich in den vergangenen Wochen so viel positive Rückmeldung bekommen habe.“ Seine Tochter Sofia sei wesentlich aufgeregter gewesen. „Man kann ja nie wissen“, sagte die 25-Jährige.

Dass Marth nun nicht der neue Bürgermeister von Fuldabrück wird, sahen dessen Kinder Anna Lucia (12) und Jacob (11) gelassen: „Für mich hat er gewonnen“, so Jacob. Marth selbst, der Hauptamtsleiter in der Gemeinde Kaufungen ist, meinte, aus dem Stand habe er ein gutes Ergebnis erreicht. Und: „Dieter muss die Dinge jetzt umsetzen.“

Die meisten Stimmen bekamen die Kandidaten jeweils aus den Orten, wo sie herstammen: Marth aus Bergshausen (58,1 Prozent), Lengemann aus Dennhausen/Dittershausen (70,5 Prozent). Dort feierten sie anschließend auch. „Ihr feiert den zweiten Sieger, ich den vorletzten“, verabschiedete sich Dieter Lengemann von seinem Herausforderer Carsten Marth und gab ihm die Hand.

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