Versand-Unternehmen „Wayfair“ ist eingezogen

Gazeley-Halle in Fuldabrück jetzt vermietet

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Halle stand lange leer: Das Immobilien-Unternehmen Gazeley hatte das Gebäude im Jahr 2015 gebaut, ohne einen Mieter zu haben. Die Halle ist eine von sieben im Güterverkehrszentrum Kassel.

Fuldabrück. Zweieinhalb Jahre stand die Gazeley-Halle 7 im Industriepark Fuldabrück leer. Jetzt gibt es einen Mieter: Das E-Commerce-Unternehmen (elektronischer Handel) „Wayfair Inc.“ aus den USA ist vor Kurzem in den Hallenabschnitt 1 direkt am A 7/A 44-Autobahndreieck Kassel-Süd eingezogen.

Wayfair ist ein Versandhaus, das unter anderem Möbel, Dekorationsgegenstände und Heimtextilien verkauft.

Der über 14.000 Quadratmeter große Hallenabschnitt 2 ist noch nicht vermietet, „wobei wir bereits mit potenziellen Interessenten Gespräche führen“, sagt ein Gazeley-Sprecher auf HNA-Anfrage. Insgesamt hat die Halle eine Fläche von 25.000 Quadratmetern.

Warum es über zweieinhalb Jahre gedauert hat, das Gebäude zu vermieten, dazu will sich Gazeley nicht äußern. Nur so viel: „Wir freuen uns über die Vermietung und sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt ein Sprecher. Wayfair sei bereits Bestandsmieter an einem anderen Standort des international aktiven Immobilien-Unternehmens Gazeley. Man freue sich, dem Kunden auch in Kassel helfen zu können.

Die Halle hat etwa 20 Millionen Euro gekostet. Gazeley hatte sie 2015 einfach so gebaut, ohne einen Kunden zu haben. Gazeley boomte damals. Die Hallen, die das Unternehmen seit 2002 im Bereich des Güterverkehrszentrums (GVZ) aus dem Boden stampfte, gingen weg wie warme Semmeln. Die Kunden gab es schon, bevor die Hallen überhaupt gebaut waren.

Bei Halle 7 funktionierte das nicht. Immer wieder sagte Gazeley auf Anfrage, dass man mit einer Vielzahl von Interessenten in Verhandlung sei. Im Juni 2017 hieß es dann: „Wir sind sicher, dass wir bis Ende des Jahres zu einem Vertragsabschluss kommen.“ Das hat nun geklappt. Wie lange der Mietvertrag mit Wayfair läuft, ist nicht zu erfahren. „Wir haben mit dem Kunden darüber Stillschweigen vereinbart“, sagt ein Sprecher. Das Unternehmen Wayfair selbst war am Donnerstag nicht zu erreichen.

Die Gemeinde Fuldabrück ist jedenfalls froh, dass ein Teil der Halle vermietet ist. „Das ist sehr positiv. Wir hoffen, dass zeitnah ein weiterer Mieter gefunden wird und dann auch die zweite Hälfte der Halle nicht mehr leersteht“, sagt Eckhard Grebe, Erster Beigeordneter von Fuldabrück. „Stillstand ist immer schlecht.“

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