Bürgerversammlung zur Zukunft der A44-Brücke

Größere Schäden an Bergshäuser Brücke laut Hessen Mobil nicht vorhanden

Fuldabrück. Rund 100 Bürger sind am Mittwochabend ins Bürgerhaus nach Bergshausen gekommen, um sich über die Zukunft der A 44-Brücke zu informieren.

Im Mittelpunkt der Bürgerversammlung stand die für Frühjahr 2018 geplante Verstärkung der Brücke, denn das Bauwerk hält der starken Verkehrsbelastung in ihrer jetzigen Verfassung nicht mehr Stand (die HNA berichtete).

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Ingo Landwer hatte zu dem Termin eingeladen. Die Mitarbeiter der mit der Instandsetzung der Brücke betrauten Straßenbaubehörde Hessen Mobil hielten einen etwa einstündigen Vortrag und beantworteten Fragen.

Größere Schäden seien an der Brücke nicht vorhanden, sagte Reinhold Rehbein (Dezernat Bauen) zum allgemeinen Zustand der Brücke. Dennoch genüge sie den heutigen Anforderungen nicht mehr. Das käme unter anderem durch die Entwicklung der Schwertransporte, die sich von 2004 bis 2012 verfünffacht hätten. Ziel der Bauarbeiten sei es, die Brücke zu verstärken und eine Restnutzungsdauer von zwölf Jahren zu erlangen.

Während der Baumaßnahmen seien gerade während der umfangreichen Korrosionsschutzarbeiten besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, teilte Martin Rudolf (Ingenieurgruppe Bauen) mit. So sind zum Beispiel Einhausungen des Baugerüstes, Straßensperrungen oder Schutzdächer für den öffentlichen Verkehr, der größtenteils aufrechterhalten bleibt, geplant. Die Gesamtkosten für die Verstärkung der Brücke belaufen sich auf knapp acht Millionen Euro.

Über den Köpfen der Bergshäuser: Die A 44-Brücke soll im kommenden Frühjahr überarbeitet werden, damit sie zwölf weitere Jahre dem Verkehr standhält.

Anschließend waren die Bürger an der Reihe, die eine Fragen zum Thema hatten und ihre Bedenken deutlich zum Ausdruck brachten. Ingo Pahl machte deutlich, dass ihn die Höhe der Reparaturkosten abschrecke. Außerdem wollte er mehr zum Beginn des Bauvorhabends wissen.

„Da es sich bei diesem Projekt um ein EU-weites Vergabeverfahren handelt, dauert alles ein bisschen länger“, sagte Rehbein. Vermutlich würde der Auftrag im Februar des kommenden Jahres vergeben, so dass die Bauarbeiten im März starten könnten. Bis Ende 2018 sollen die Aktivitäten abgeschlossen sein.

Kai Gies

„Was ist während der Bauzeit mit den Anwohnern“, wollte Kai Gies wissen. Es sei leider nicht auszuschließen, dass die Anwohner während der Arbeiten an der Brücke Lärm ausgesetzt seien, hieß es von Hessen Mobil.

Dieter Haak, der unmittelbar unter der Brücke wohnt, wollte wissen, ob es genaue Messungen zum Verkehrsaufkommen auf der Brücke gebe. „Bei der vergangenen Verkehrszählung, die alle fünf Jahre vom Bund durchgeführt werden, waren es 48.000 Fahrzeuge täglich, davon 10.000 Lkw ab 3,5 Tonnen, die über die Brücke fuhren“, erklärte Rehbein.

Dieter Richardt findet einige Aussagen von Hessen Mobil widersprüchlich und wollte wissen, wie sicher die Bergshäuser Brücke wirklich ist. „Die Fuldabrücke ist eine der bestüberwachtesten Brücken, deren kritische Stellen ständig kontrolliert werden“, führte Reinhold Rehbein aus.

Auch Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) nahm an der Veranstaltung teil. Er habe mehr Zuspruch aus der Bevölkerung erwartet, sagte er auf Nachfrage der HNA. Vereinzelt seien die Bürger wohl eher am Neubau der Fulda-Überführung interessiert, vermutet er.

Lesen Sie zum Thema einen Kommentar von HNA-Redakteurin Anna Lischper.

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