Grundsteuer und Hundesteuer könnten steigen

Hundehalter in Fuldabrück sollen mehr zahlen

Fuldabrück. Höhere Steuern kommen wohl auf die Fuldabrücker zu: In der Gemeindevertretersitzung am heutigen Donnerstag wird darüber beraten, die Grundsteuer sowie die Hundesteuer anzuheben.

Grundsteuer

Es gibt aber auch eine gute Nachricht – die Abwassergebühr soll deutlich gesenkt werden. Wer in Fuldabrück eigenen Grund und Boden besitzt, könnte ab dem neuen Jahr finanziell stärker belastet werden. Die Hebesätze für Grundsteuer A und B sollen von 390 Prozentpunkten auf 490 Prozentpunkte erhöht werden.

„Das liegt größtenteils an den massiv höheren Kosten für die Kinderbetreuung, mit denen wir für das Jahr 2018 rechnen“, erklärt Bürgermeister Dieter Lengemann. Wie berichtet, kommt wegen der Beitragsfreiheit für sechs Stunden am Tag ab August laut Lengemann eine halbe Million Euro zusätzliche Belastung auf die Gemeinde zu. „Das müssen wir irgendwie bezahlen.“

Für die Gemeinde bedeutet die Steuererhöhung 310 000 Euro mehr Einnahmen, für den Steuerzahler bedeute dies „keine dramatische Erhöhung“. Der Besitzer eines durchschnittlichen Einfamilienhauses bezahle in etwa 100 Euro im Jahr mehr.

Hundesteuer

Bei der Hundesteuer geht es um einen Euro mehr je Hund und Monat. Die Steuer soll nun jährlich 84 Euro für den ersten Hund (vorher 72), 132 Euro für den zweiten (vorher 120) und 144 Euro (vorher 132) für jeden dritten und weiteren Hund betragen. Besitzer eines gefährlichen Hundes sollen 624 Euro (vorher 612) pro Jahr zahlen. Die Steuererhöhung bringt der Gemeinde Fuldabrück 8000 Euro mehr ein, erklärt Bürgermeister Dieter Lengemann.

Abwassergebühr

Die Gebühr soll ab 2018 pro Kubikmeter Schmutzwasser 2,39 Euro (vorher 2,85 Euro) betragen und 30 Cent für den Quadratmeter versiegelte Fläche (vorher 54 Cent). „Das ist eine erhebliche Senkung und sehr erfreulich“, sagt Lengemann.“ Für den Kalkulationszeitraum 2013 bis 2017 seien Überschüsse entstanden, diese sollen an den Gebührenzahler zurückgegeben werden.

Die Entscheidung

Ob die Steuererhöhungen und die Gebührensenkung in Fuldabrück realisiert werden, entscheidet sich in der heutigen Gemeindevertretersitzung im Sitzungsraum im Rathaus ab 20 Uhr. Außerdem wird Bürgermeister Lengemann den Haushalt für nächstes Jahr vorstellen. Bürger können in der Sitzung Fragen stellen.

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.