Lärm am Nachthimmel

Kampfhubschrauber über Fuldabrück: Soldaten übten für Einsatz in Mali

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Ein solcher Hubschrauber war über Fuldabrück unterwegs: In der Dunkelheit hatte man nur seine Blinklichter sehen können, deshalb hier ein Archiv-Bild des „Tigers“. 

Fuldabrück. Am Mittwochabend wurde es für kurze Zeit laut am Fuldabrücker Nachthimmel. Das in Fritzlar stationierte Kampfhubschrauberregiment 36 führte über der Söhregemeinde eine Nachtflugübung durch.

Ab 21.20 Uhr konnten die Bürger den „Tiger“ hören, dessen durchdringendes Motorengeräusch die abendliche Stille jäh unterbrach. Dennoch war der Einsatz für die Anwohner eher unspektakulär. Außer grün und rot blinkende Lichter war von dem „Tiger“ nichts zu sehen.

Etwa eine viertel Stunde kreiste der Kampfhubschrauber über dem Ortsteil Dennhausen/Dittershausen, reduzierte immer wieder seine Höhe, flog entlang der ICE-Trasse und drehte dann wieder ab.

Der Nachtflug ist ein Teil der Übungen, mit denen sich die Soldaten der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne für einen Einsatz im afrikanischen Mali vorbereiten.

Übung wie in Realität

Da reale Einsätze meistens nachts gemacht werden, kommt laut Mitteilung von Oberstleutnant Remo Templin-Dahlenburg, Presseoffizier des Regiments, dem Nachtflug besondere Bedeutung zu. Geübt werden beispielsweise die Unterstützung von Bodentruppen und der Schutz eines Konvois aus der Luft.

Das Kampfhubschrauberregiment aus Fritzlar ist der einzige Tiger-Verband der deutschen Streitkräfte. Neben Fuldabrück wird auch in Schwalmstadt und Marburg geübt. Im ersten Halbjahr erstrecken sich die Nachtflugübungen noch bis Anfang Mai. In den Sommermonaten finden grundsätzlich keine Nachtflugübungen statt.

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