Nach HNA-Artikel wurde Service erweitert

Kannte Post die eigene Filiale nicht?

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Kein Aushängeschild für die Post: Der Laden an der Rundstraße in Dörnhagen besteht seit November 2016 – doch weder Regale noch grundlegende Dinge wie eine gestrichene Wand laden zum Betreten ein.

Fuldabrück. Ab Montag, 13. März, können Fuldabrücker Postkunden ihre Pakete auch in der Postfiliale in Dörnhagen abholen, wenn sie nicht zu Hause waren, als der Postbote kam.

Die Deutsche Post AG hat ihr Konzept des von ihnen betriebenen Ladens an der Rundstraße (ehemals „Buntes Lädchen“) überarbeitet.

Im Februar hatte die HNA berichtet, dass es in der im November 2016 neu eröffneten Poststelle nicht möglich ist, Pakete abzuholen. Postkunden müssen daher zu dem mehrere Kilometer entfernten Laden in Bergshausen fahren – besonders für ältere Menschen ein großes Problem.

Gleiche Öffnungszeiten

Nach der Berichterstattung der HNA wurde das Angebot des Postladens nun erweitert. Zwar werden die eher spärlichen Öffnungszeiten der Filiale – Montag bis Freitag 14 bis 17 Uhr, Samstag 11 bis 13 Uhr – beibehalten. Aber: Jetzt können dort auch Pakete gelagert werden. „Wir wollen unseren Kunden damit entgegen kommen“, teilt Pressesprecher Alexander Böhm auf Anfrage mit. 

Unsere Zeitung auf das Problem aufmerksam gemacht hatte der Fuldabrücker Wolfgang Pfleging, dessen zahlreiche E-Mails an den Kundenservice der Post inhaltlich nicht beantwortet wurden. Auf seine Anfrage vom 1. Februar bekam er schließlich eine Antwort, aus der zu schließen ist, dass die Post ihre eigene Filiale in Fuldabrück-Dörnhagen nicht kennt: „Wie Sie uns mitteilen, haben wir die Filiale, in der Ihre Sendung hinterlegt wurde, nicht optimal gewählt - das tut mir leid.“

Unschöne Details: Wer genau hinsieht, entdeckt im Laden viele Schönheitsfehler.

Auch Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) hatte sich mit Verweis auf den HNA-Artikel an die Post gewandt und um eine Stellungnahme gebeten. In einer Mitteilung schreibt der Rathauschef nun: „Unsere Bemühungen bei der Deutschen Post (...) haben zu einem erfreulichen Ergebnis geführt.“

Laut Postsprecher Böhm, der bei der letzten Presseanfrage selbst nicht wusste, dass es sich um einen von der Post selbst betriebenen Laden handelt, ist die Filiale, wie die erneute Nachfrage ergab, eine Interimsfiliale. Das sei eine Poststelle, wo sich die Deutsche Post eingemietet hat, um ihrem gesetzlichen Auftrag, den Postservice anzubieten, nachzukommen. Und das so lange, bis sich ein geeigneter Geschäftspartner gefunden habe, der einen Postschalter in seinen Laden integriert – etwa ein Bäcker oder ein Supermarkt.

"Zwischenlösung"

Die Filiale an der Rundstraße ist also eine Zwischenlösung. Es würden bereits Gespräche mit Interessenten geführt. Auf die Frage, weshalb er bislang nichts von der Filiale wusste, sagte er: „Es gibt zigtausend Filialen.“ Da könne man nicht jede Einzelne im Kopf haben.

Auf eine Zwischenlösung ließ bislang auch das Erscheinungsbild des Ladens schließen: Wie berichtet, waren Tapeten abgerissen und Kabel schauten aus der Wand heraus. Das habe man bereits im Dezember angestoßen, so Böhm am Donnerstag. Handwerker bräuchten eben ihre Zeit zum Reagieren. Zur Erinnerung: Der Laden ist seit 2. November geöffnet. Jetzt teilte Böhm mit, dass die Kabel mittlerweile eingegipst und die Löcher zugespachtelt seien. „Die Löcher müssen noch trocknen“, so Böhm. Das lässt darauf schließen, dass diese Arbeiten wohl erst mit erneuter Anfrage unserer Zeitung erledigt wurden.

Die Frage, ob künftig auch direkt in Dennhausen/Dittershausen Pakete abgeholt werden können, blieb bislang unbeantwortet.

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