Kommentar zur Finke-Erweiterung: Komplizierte Gemengelage

Fuldabrück. Das Möbelhaus Finke hält an seinen Erweiterungsplänen fest, doch Zweckverband, Landkreis und Regierungspräsidium sind dagegen. Die aktuelle Situation kommentiert Redakteur Holger Schindler.

Die Finke-Erweiterung ist eine komplizierte Gemenge-Lage. Auf der einen Seite sind die Befürworter: das Möbelhaus Finke, das weiter wachsen möchte, und die Gemeinde Fuldabrück, die sich davon mehr Gewerbesteuer verspricht.

Auf der Seite der Gegner haben sich der Einzelhandelsverband, der Landkreis, der Zweckverband und das Regierungspräsidium in Stellung gebracht. Ihre Befürchtung: Finke könnte durch die Erweiterung eine marktbeherrschende Stellung erhalten. Das kann niemand wollen. Aber laut dem Gutachten der Gesellschaft für Absatzforschung wäre das auch gar nicht der Fall.

Wo also liegt das Problem? Für die Gemeinde Fuldabrück besteht es darin, dass sie durch ihre Mitgliedschaft die Planungshoheit an den Zweckverband abgegeben hat. Sie will die Erweiterung, kann sie aber nicht durchsetzen.

Ähnlich geht es Finke. Das Unternehmen hat im vergangenen Sommer Klage gegen den Landkreis erhoben. Doch das Verfahren wird – laut Gericht wegen sehr hoher Arbeitsbelastung – seit einem Dreivierteljahr nicht bearbeitet.

So dreht sich alles auf der Stelle. Und das ist wiederum ein Problem für alle. Denn Lähmung und Stillstand sind keine guten Aushängeschilder. Vielmehr verschreckt man ansässige Unternehmer, und neue Investoren lassen sich so sicher auch nicht in die Region locken.

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