"Nur wer wagt, gewinnt"

Kommentar zum Abriss der Schrottimmobilie in Fuldabrück

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Fuldabrück. Die Gemeinde Fuldabrück investiert 45.000 Euro in den Abriss eines maroden Gebäudes im Ortskern von Dörnhagen. Noch ist nicht sicher, ob sie das Geld vom Eigentümer zurückbekommt. Ein Kommentar von Anna Lischper. 

Die Gemeinde Fuldabrück geht ein Risiko ein: Sie investiert 45 000 Euro in die Beseitigung des ehemaligen Backhauses Ranft, ohne zu wissen, ob sie das Geld zurückbekommt. Aber: Mit Blick auf die Attraktivität des Dörnhager Ortskerns ist dies eine gute Entscheidung.

Nur wer wagt, gewinnt, lautet ein Sprichwort. Wenn es um die Attraktivität von Ortskernen geht, sind Bauruinen wie das Gebäude an der Melsunger Straße ein Hindernis. Ist das Haus erst einmal weg, ist Raum für Neues. So kann das Grundstück etwa eine Antwort auf die nur noch spärlich vorhandenen Bauflächen sein. Sicher kommen für das Grundstück noch weitere Verwendungen in Frage.

Die Gemeindevertreter haben mit ihrem Ja zu den 45 000 Euro dem Bürgermeister den Weg geebnet, sein Ziel, die Schrottimmobilie zu beseitigen, voran zu bringen. Wenn er auch erst vier Jahre nach Inkrafttreten des Paragrafen diesen hinzuzieht – es ist mutig, weil Scheitern einkalkuliert ist. Nicht ohne Grund ist Fuldabrück die einzige Gemeinde im Landkreis Kassel, die den Paragrafen anwendet. Aber wer nichts wagt, der schließt Gewinnen von Vornherein aus. 

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