"Bürger sollten Angebot annehmen"

Kommentar zur Bürgerversammlung in Fuldabrück zum Thema Bergshäuser Brücke

Fuldabrück. Um die Bürger Bergshausens über die im Frühjahr anstehende Instandsetzung der Bergshäuser Brücke aufzuklären, fand am Mittwochabend eine Bürgerversammlung statt. 100 Interessierte nahmen teil - das ist zu wenig, meint Anna Lischper. Ein Kommentar. 

Die Bergshäuser Brücke, die die Autobahn 44 über den Fuldabrücker Ortsteil Bergshausen führt, ist vielen Menschen ein Dorn im Auge: Denen, die sie täglich im Berufsverkehr auf dem Weg zur Arbeit überqueren müssen und vor allem denjenigen, deren Gärten unmittelbar unter der Brücke liegen. Sie können die Auswirkungen des mittlerweile maroden Bauwerks spüren (Vibration), hören (Lärm) und sogar sehen (herunterfallende Metallstücke).

Umso mehr verwundert es, dass zu einer Bürgerversammlung, bei der man mal so richtig auf den Tisch hauen könnte, von mehr als 3000 Bergshäusern nur nahezu 100 kommen. Ist ihr Interesse doch nicht so groß? Wollten sie lieber Champions League sehen? Oder resignieren sie etwa?

Antworten auf diese Fragen können wohl nur diejenigen geben, die nicht da waren. Festzuhalten bleibt aber: Solche Versammlungen sind eine Möglichkeit für Bürger, um zu Wort zu kommen. Wer dieses Angebot nicht nutzt, der braucht sich nicht wundern, wenn die Hessische Landesregierung sich mit einem Bauvorhaben wie der Bergshäuser Brücke Zeit lässt. Denn Druck machen kann man mit Abwesenheit nicht. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.